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Inklusion im Co-Working-Space mit dem persönlichen Budget

Ich hatte ausführlich über mein Erleben im Co-Working-Space berichtet. Wie auch immer hatte ich in den letzten Monaten den Fokus auf eine Selbständigkeit. Dabei hatte ich vor Jahren das persönliche Budget auf dem Schirm gehabt. Menschen mit einer Behinderung können mit dem persönlichen Budget eine Assistenz, Haushaltshilfen, Arbeit oder etwas für Freizeitgestaltung bezahlt bekommen.

Meine Idee ist nun, das persönliche Budget für die Miete eines Co-Working Platz für zwei mal die Woche für fünf Stunden zu beantragen. Dafür werde ich den Integrationsfachdienst besuchen, die Menschen mit Behinderung in Arbeit bringen. Im Co-Working-Space kann ich die ehrenamtlichen Tätigkeiten erledigen, wäre aber in einem Umfeld, wo ich für andere Menschen arbeiten und meine Fähigkeiten zeigen könnte. Das wäre Inklusion im richtigen Umfeld.

Für Freifunk z.B. wären Treffen zu Betriebszeiten möglich, mit Beratung und Planung. Serveradministration usw. könnten schön in einer Büroumgebung stattfinden. Es wäre auch ein Versuch wert, wenn dieses selbstorganisierte Arbeiten gefördert wird, ob ein richtiger Server im Rechenzentrum bezahlt wird.

Die Bezahlung ist nachrangig, da ich grundversorgt bin. Wenn ein Dazuverdienen irgendwie möglich wäre, ist das gut. Dazu muss ich mich noch genau informieren, daher auch den Kontakt zum Integrationsfachdienst. Es wäre dann schon sehr anders als in einer Behindertenwerkstatt.

Ich bin gespannt, in welcher Form ein Co-Working-Space in Düren entsteht und ob dieser Plan nun endlich den erwünschten Durchbruch bringt.

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Annakirmes Blogger und Social Media Tour 2017 – Ich bin am Montag mit dabei

Dieses Jahr nehme ich an der Annakirmes Blogger und Social Media Tour teil, die von Markus Jakobs veranstaltet wird. Seit einigen Jahren traue ich mir wieder zu, auch zu Orten zu gehen, wo viele Menschen sind. Vor 15 Jahren war das noch undenkbar für mich, da mied ich sowas. Ich besuche trotzdem nur für eine gewisse Zeit den Ort, es ist wichtig, falls ich Nervenrappel kriege, dass ich in ein paar Minuten den Kirmesplatz verlassen kann. Die schnellen Fahrgeschäfte beobachte ich lieber, ich habe einen Wirbel, auf den ich acht geben muss, der da nicht mit machen würde. Also bin ich da etwas mehr bodenständig, das Riesenrad ginge da noch. Ich werde mal gucken, was es an “langsamen” Fahrgeschäften gibt und darüber im Nachtrag berichten. Ab und zu ist es auch gut, sich dem Trubel mal auszusetzen, für mich ein Belastungstrainig, mit Menschenmassen besser umgehen zu können. CU @ #annakirmes


Nachtrag:

Es war für mich ganz gut, die juristischen Querelen nur am Rande mitbekommen zu haben. Ich konnte die Kirmes genießen, das Wetter war optimal, es war nicht zu voll. Zu keinem Zeitpunkt war ich gestresst.

Die bloggenden Menschen machten viele Fotos und Videos. Auf Twitter, Facebook, Instgramm, Googel+, Snapchat wurde unter dem Hashtag #Annakirmes viel veröffentlicht. Wir benutzten noch #bloggertourdn auf Twitter und Instagramm. @annakirmes wurde ebenfalls mit unserem Content gefüllt.

Als Dankeschön gab es Freifahrkarten und als Ausklang gab es von @annazelt Getränke.

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Mein ganz persönliches Re­sü­mee nach zwei Wochen Co-Working-Space Experiment

Ich bin ja wie bei so vielen Dingen der Spezialfall oder Prototyp. Meine Fähigkeiten werden ab und zu gebraucht. Ausgerechnet in einem Buch über die Börse lass ich, das Geld wie ein flüchtendes Reh ist. Jetzt polter ich auf meine Gollum Art diesem Reh hinterher. Nach einer psychiatrischen Vergangenheit wieder seriös zu werden, wird wohl noch ein Thema werden, dem ich mich widmen werde. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden sich schnell, bezahlte Arbeit ist bei mir immer noch ein Knackpunkt.

Der Platz in der Behindertenwerkstatt kostete pro Kopf 1500€ (Nicht die Rente und/oder Grundsicherung) im Monat den Steuerzahlenden, damit einfache Arbeit organisiert wird. Im Prinzip könnte ich günstiger in einem Co-Working-Space verweilen, hier und da aushelfen und mich vor allem selbst organisieren. Statt Rente und Grundsicherung würden mir 1200€ Nettoeinkommen ausreichen, oder BGE und etwas dazu verdient wäre auch noch okay.

Ich wünsche mir einen Status, meine Fähigkeiten richtig öffentlich bewerben zu können und trotzdem auch auf meine gesundheitlichen Grenzen hinweisen zu können. Grundversorgt, aber mit der Möglichkeit, offensiv mit Werbung die eigenen Dienstleistungen anpreisen zu können.

Die zwei Wochen CO_SPACE.DN haben mir gut getan. Natürlich war ich am Abend müde. Aber ich hatte keine miesen Gedanken. Das Experiment in Düren war gelebte Inklusion. Die freie Zeiteinteilung ist perfekt für mich, natürlich müssen Dinge rechtzeitig fertig werden.

Wann schafft die Politik die Rahmenbedinungen, statt mir einen viel zu teuren Behindertenwerkstattplatz zu gewähren, mich einfach machen zu lassen, grundversorgt? Und immer die sich im Körper befindliche Eigenschaft der Schizophrenie unter Beachtung und mit der Perspektive wenn es klappt, wieder Steuern zu zahlen. Wie soll denn sonst Inklusion aussehen und gelebt werden?

Ich weiß, dass das kommen wird. Ich habe auf verschiedene Dinge lange gewartet, obwohl Menschen sagten, niemals. Dann gab es das doch. Ich weiß, dass es zehn oder zwanzig Jahre dauern kann. Ich bleibe motiviert.


Nachtrag: Ich war beim Kicker Turnier erfolgreich und habe etwas gewonnen. Hach…


Ich habe meine Gedanken zu diesem Projekt in meinem Video Blog ebenfalls dokumentiert:


Und hier noch das Projekt von Noor, das den ersten Platz beim Ideen Wettbewerb für Düren gewonnen hat, “Noor erklärt…”

http://noorerklaert.de/

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Zwei Testwochen für ein Experiment in Düren – CO_SPACE.DN

In der Dürener Innenstadt, in der Wirtelstrasse 41, macht die Firma win.dn im Auftrag der Stadt ein Experiment in einem leerstehenden Ladenlokal.

Mit dem CO_SPACE.DN, ein Co-Working-Space für Popup Coworking in Düren, wird zwei Wochen gestestet, ob so etwas in Düren dauerhaft genutzt wird. Der Grundgedanke ist, ein Büroschreibtisch stunden-, tage- oder wochenweise zu mieten.

Selbständige können bei der Miete sparen, haben eine Adresse für Kundentreffen und können andere Akteuere persönlich treffen, sich vernetzen usw.

Es gibt einen ruhigen Arbeitsberreich, ein andere Berreich kann zum Treffen und lockeren Austausch genutzt werden und es gibt Räumlichkeiten für eine Konferenz oder einen Vortrag, sowie ein Raum für Kreatives. Getränkebar, Essen oder Kicker machen den Aufenthalt attraktiv.

Was mache ich dort?

Ich bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Ein Mini Job auf 450€ Basis und 15 Stunden die Woche ist über die Rentenversicherung krankenversichert. Eine Selbständigkeit im ähnlichem Umfang ist dies nicht und die Krankenversicherung ist sehr teuer. Dieser Fall ist im System nicht vorgesehen und sollte von der Politik ermöglicht werden. Leider ist es sehr schwer, dorthin einzuwirken.

Trotzdem, mit Arbeitsmitteln bepackt, machte ich mich Montag auf den Weg. Ok, ich mache das Experiment mit Freunden mit, daher der Transport der Sachen.

Mein Ziel ist neben den einwirken auf die Politik Leute kennenzulernen. Der persönliche Kontakt ist immer noch das Günstigste, Netzprofile sind sehr verzerrt.

Bis sich Rahmenbedinnungen ändern, kann ich lange warten. Ich nutze die Zeit hier um Möglichkeiten zu schaffen. Im Idealfall bekomme ich einen Mini Job als IT Admin oder eine Nachfrage, die monitär ausreichend ist.

Für Freifunk könnte ich mir zusätzlich Vorstellen, einen Tag im Monat den Co-Working-Space zu nutzen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

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Wieder arbeiten? – Ich lasse mich finden

Ich beziehe Rente, sie ist gering. Deshalb beziehe ich zusätzlich Grundsicherung. Seit 17 Jahren träume ich von einem Quereinstieg im IT Bereich. Wegen meiner geringen Belastung kommt nur ein Minijob in Frage. Vergangenge Ansätze scheiterten, vor allem, weil ich in die falschen Bereiche gesteckt wurde. Als Autodidakt habe ich 27 Jahre Wissen im Computerbereich gesammelt. Ich bin versorgt, doch ein Minijob wäre ein Weg raus aus der mit Beschränkung behafteten Grundsicherung. Den Weg zur Arbeit war und ist immer wieder mal Thema, zuletzt an einem Stammtisch mit Freunden.. Nun die Idee, ein XING Profil zu erstellen und gucken, ob es Interesse gibt. Meine prikäre Finanzsituation erlaubt es mir nicht, auf gut Glück teure Bewerbungsmappen zu verschicken. Ich werde auch nicht um einen Job betteln. Ich lasse mich finden. Leute, die mich kennen, schütteln den Kopf, warum ich in dem Bereich noch nicht Fuß gefasst habe. Werden nun IT Menschen gesucht? Iich lasse es darauf an kommen.

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Progressiv, manchmal der Zeit vorraus

Ich laß in der aktuellen c’t (15.04.2017) den Bericht “Hirnsonde mit Medikamenten-Depot”. Zwar nicht mit Psychose umsetzbar, aber eine medizin-technische Entwiklung, die ich sehr interessant finde. Ich selbst schrieb im Januar 2006 einen nicht-wissenschaftlichen Text “De Anti – Pychose – Mütze” (In den alten Texten) mit einer Idee, die Psychosen frühzeitig erkennen und behandeln lassen, aus der Entfernung. Die benutzte Technik als Idee ist abenteuerlich.  Sollte dies bis zu meinem 95. Geburtstag doch machbar sein, war ich jetzt, bzw. vor elf Jahren schon progressiv.

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Soziale Medien – Mastodon bzw. GNU social

Anfang April 2017 hypte das soziale Netzwerk Mastodon. Schon lange gibt es das OStatus Protokol. Mir war bekannt, dass es einen offenen, dezentralen Microblogingdienst gibt. Mit dem Hype springe ich auf, dierekt mit einer eigenen Server Instanz. Als Admin erschien mir GNU social leichter zu handhaben. Es ist mit den Mastodon Instanzen kompatibel. Nach etwas anfänglichen Gebastel funktionierte es dann. Ich mag dezentrale eigene Serverdienste. Somit bin ich nun etwas weniger abhänig von Twitter, Facebook & Co.

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Überschuldet mit Kreditkarten – Meine Bankrott Erklärung

Vor 1 1/2 Wochen, am Freitag, den 17.02.2017, gab ich bekannt, dass ich überschuldet bin. Im Zuge von Ablegen von Belastungen ging ich den Weg der Öffnung. Seit 2001 habe ich Kreditkarten. Ich hatte für den 15. September 2001 ein Flugticket von Brüssel nach New York. Da vier Tage vorher vier Flugzeuge nicht ordnungsgemäß in den USA landeten, sollte ich nie die USA besuchen. Für die Reise hatte ich die Karte. Schon beim ersten Kauf 2001 hatte ich ein Gefühl, dass das nicht gut enden wird. 2001 lebte ich noch im Elternhaus und hatte Taschengeld. Unter Sonstiges und der höhe des monatlichen Taschengeldes als Angabe bekam ich die erste Karte. Ich hatte seit 1998 bis heute unzählige Verträge, alle wurden bezahlt. Meine Bonität war gut. Über 15 Jahre konnte ich den Leuten etwas vor machen. Hobbys, Ehrenamt, die Partei, sozikulturelle Teilhabe, ich lebte ein BGE ohne gesellschaftliche oder demokratischer Legitimation. Ich habe die letzten Jahre wenig geklagt, aber hin und wieder darauf hingewiesen, dass der Eckregelsatz der Grundsicherung ca. 200€ im Monat zu gering ist. Aus medizinischer Sicht habe ich vorbildlich gelebt, keine weiteren Klinikaufenthalte, sondern Genesung erfahren. Nun bin ich mit über 21.000€ verschuldet. Der Konsum ging immer weiter zurück, zuletzt wurden viel Zinsen und kaum Tilgung bezahlt. Eine Umschuldung auf einen Ratenkredit wurde abbezahlt. Die erhoffte Entlasstung trat nicht ein. Das Umschulden erhöhte sogar den Kreditrahmen. Mit den beiden Kreditkarten von zwei Banken, mit Limits von 5.000€ und 16,500€ wurden wechselseitig die Mindestbeiträge gezahlt. Das Wegfallen von Werkstattlohn, Fahrgeld und Freizeitpauschale bedeutete 250€ weniger. Es war lange klar, dass es nicht mehr weiter geht. Ich hatte die Tage den ersten Kontakt mit der Schuldnerberatung. Ob ich in die Inslvenz gehe, ist wahrscheinlich. Ich stelle mich dem und werde das regeln. Ich bin zuversichtlich, aus der Misere wieder raus zu gelangen. Die Vergangheit war heftiger. Es sind zwei Banken, wo ich verschuldet bin. Ich habe keine Mietschulden, alle Verträge wurden bezahlt. Bis auf die Zahlungen der Kreditkarten sind die Einnahmen höher als die Verbindlichkeiten der Vertäge. Verträge hatte ich immer verbessert oder gekündigt, zuletzt letztes Jahr, da habe ich Ordnung und Übersicht. Mein Ziel ist auf Guthabenbasis zu handeln. Ich werde an der Werbung für Kredite vorbei gehen, wie der von Zigaretten und Alkohol.

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Anleitung für das Miteinander mit Gollum

Diese kleine Betriebsanleitung über mich soll helfen, mit mir in einer wie auch immer gearteten Beziehung klar zu kommen oder mit mir leben zu können. Der Umfang geht über Zusammenarbeit, Freundschaft bis hin zu Partnerschaft. Was mit dem Zusammenleben wichtig ist. In die Schubladen von Partnerschaftsbörsen passe ich gar nicht hinein, die Profile von sozialen Medien sind unzureichend. Daher nun ein Blogeintrag auf der eigenen Webseite.

Die Profile auf Kontaktseiten sollen ein gutes Bild abgeben. Da fängt die Selbstübrschätzung und Selbstlüge an, am Ende wird Enttäuschung die Beziehung leiden lassen, sie zerstören. Auch die sehr hohen Erwartungshaltungen sind ein Problem. Erwarte von mir nicht mehr, als Du von einem Haustier erwartest. Du hast Bedürfnisse und Wünsche, ich habe sie. Nur mit ehrlicher Kommunikation sollten wir einander kennenlernen. Ich habe leichte autistische Züge, dass heißt, ich kapiere nonverbale Kommunikation und zwischen den Zeilen lesen nicht. Ich brauche klare Ansagen. In einer Intimsituation bedeutet das, wir kuscheln jetzt, oder wir probieren jetzt Sex. Das muss geäußert werden. Es gibt die fünf Minuten oder Tage, das ist ungemütlich. Zu Lernen, dass dieser Moment des ankeifens nicht überbewertet wird. Es ist okay, wenn der Moment wieder vorbei ist und Zuneigung und Zusammenhalt da ist.

Zu viel Auswahl überfordert mich. Die Frage nach Lieblingsessen oder Farbe ist ein unlösbares Problem für mich, frage sowas nicht. Mit dem Essen bin ich so erzogen worden, dass das, was auf dem Tisch kommt gegessen wird. Ich kann es zwar nicht auswählen, aber ich weiß sehr gutes, kostbares Essen zu schätzen, glecihzeitig komme ich auch mit der einfachsten Kost zurecht. Ich werde Menschen, die mir Essen machen, kaum kritisieren. Im übrigen halte ich das bei allem so, wer meckert, soll es doch selbst erledigen, sogar bei der Arbeit. Essenstechnisch sowie Haushalttechnisch bin ich eine Katastrophe. Im Prinzip weiß ich, wie dies von statten geht, die mießen Hotelbewertungstricks sind bekannt. Ich sehen in Hausarbeit eine Art von Straf- oder Sklavenarbeit, wenn ich sie mache, ist sie sehr langsam, du wirst ungeduldig sein. Automation muss Ziel sein. Eine Wohnung sollte ohne Ungezifer sein, Staub dagegen ist nicht so schlimm. Wenn ich irgendwo mit Leute wohnen sollte, muss Haushalt eine untergeordnete Rolle für alle sein, nicht eine Ancilla alles überlassen. Körpergerüche, ok geh duschen. Doch bei der geringsten Bewegung schwitze ich schon, ich bin selbst mit dieser animalischen Eigenschaft des Körpers unzufrieden.

Wenn ich müde bin, gehe nicht über Los, gehe direkt schlafen. Ich habe die Veranlagung einer Psychose und ich benötige viel ungestörten Schlaf, bis zu 12 Stunden. Es gibt KO Müdigkeit, keine Chance, etwas zu Ende zu bringen. Wenn ich mit dem Auto fahre, geht es dann auf den Parkplatz zum ruhen. Ich treffe gerne Menschen, doch der Rückzug ist ebenso wichtig, eigentlich der Wechsel von beidem. In Gesellschaft soll die Akustik so sein, dass Komunikation möglich ist. Ich mag keine Trollerei, Bashing, Geschreie und Hassgespräche, Sexismus, Ableismus usw. Da war doch was mit benehmen. Wenn ich den Rückzug suche, ist das für ein paar Stunden, ohne Schlaf. Dann schreibe ich, lerne neues am Computer, bastel, sotiere Dinge, gestallte die Webseite, lese was oder faulenze. Wenn ein bis drei Tage viel los war, brauche ich ein bis zwei Ruhetage. Dann muss ich ganz alleine sein. Wenn ich zurück uneter Leute komme, kann manchmal eine neue Idee oder ein neues Thema dabei sein.

Ich kann manchmal Computerprobleme lösen, bin da jedoch selbst sehr ungeduldig. Doch Du musst mitlernen, ich zeige gerne, was ich weiß. Ich erledige nicht deine Routinearbeiten.

Handwerklich bin ich Mittelmaß, das hält schon, bin nur etwas ungenau, was die Optik betrifft. Design ist unwichtig für mich.

Ich bin unsportlich, doch 15 km Spatziergang sollte gehen.

Mein ganzer Körper ist unaktraktiv. Da müsste gegebenfalls eine Menge Arbeit investiert werden. Meine Definition des eigen Ichs findet nur im Kopf statt. Die Schizo Erfahrung ist sogar ein entkoppeltes Ich. Meine Person ist nur der Geist. Der Körper ist ein tierischer Rest, der an den Geist hängt. Ich hardere mit diesem Körper. Ich wäre gern ein Roboter. Deal with it.

Sozialer Stress. Das führt zu Agressionen. Daher verwickel mich nicht in Intriegen, dränge mich nicht an eine Wand, erpresse und drohe nicht. Das könnte ein Unglück werden.

Langweile mich nicht mit Banalitäten, Solche Gespräche können schon Bots führen. Dann lieber wenig reden und einfach so etwas Zeit miteinander verbringen. Ich versuche seit Jahren nicht mehr ganz zu krass rüber zu kommen und lerne, das zu ändern. Außenreflektion ist sehr notwendig für mich. Wenn etwas nicht okay war, es mitteilen. Ich war mal sehr daneben, durfte aber eine zweite Chance bekommen. Ich hoffe, weniger Arschloch und Scheiße zu sein, als früher, wo es nur Konflikte gab. Daran arbeite ich 15 Jahre schon.

Ich weiß vieles nicht oder unzureichend. Daher wirke ich oft unbeholfen. Spontane Antworten fallen mir schwer, erst zeitversetzt kommen dann die guten Ideen einer Antwort, wenn es schon längst zu spät ist. Daher ist schreiben sehr praktisch. Ich bin zwar faul, aber wenn ich schreibe, dann sehr gerne.

Doch, ich bin faul. Daher der Drang nach Effizienz.

Wenn mir noch mehr einfällt oder mir noch was mitgeteilt wird, schreibe ich es zu den Blogeintrag hinzu.

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Das letzte Tabu, meine letzte Baustelle im Leben – Eine Öffnung

Mit 36 Jahren kann ich klarer verstehen, als je zuvor, was mein letztes Tabu Thema betrifft, die eigene Sexualität. Seit einigen Jahren bezeichne ich mich als asexuell, da ich nach außen so wirke. Neue Bekanntschaften bleiben auf platonischer Freundschaft. Seit 17 Jahren versuche ich im Kopf wieder Ordnung zu schaffen, nach Schizophrenie und Psychose. Das bedeutet Reflektion. Eine Weile ist mir klar, als Kind, ab einem bestimmten Alter, wo sexuelle Aufklärung richtig und wichtig gewesen wäre, wurde ich mit Prügel bestraft. Somit war eine gute Entwicklung früh unterbunden. Pupertät und Jugendzeit waren mit vielen Problemen verbunden, da ich anders war, nämlich Beziehungsunfähig. Ob ich heute Liebe und Sexualität noch lernen kann, werde ich alleine nie wissen. Die Psychopharmaka hindern auch, schützen aber auch. Vor ein paar Wochen kündigte ich an, mich zu meinem letzten Tabu Thema zu öffnen. Ich sah es einige Jahre als letzte Baustelle in meinem Leben. Mittlerweile geht es mir nicht, um es zu entfernen, sondern sich dem zu stellen und zu öffnen. Seit bestimmt 25 Jahren habe ich mit ICD-10 F65.0 Fetischismus zu tun. Da meine ersten Erfahrungen, mich und meinen Körper zu entdecken mit Prügel bestraft wurden, entstand sehr früh ein absolut abgeschotteter Kern, der unzugänglich wurde. Noch nicht einmal ab dem 18. Lebensjahr, nachdem ich mehrmals in Psychiatrien war, wurde dieser Kern geknackt. Ich habe eine Material Vorliebe. Die verkorsten frommen Verhältnisse machten aus einer Sache, die möglicherweise mit Aufklärung ganz leicht erklärbar gewesen wäre, einen vierteljahrhundert langen unlösbaren Konflikt aus. Jetzt ist es geschrieben, jetzt ist es gesagt. Ich habe kein Tabu mehr, kann frei Bedürfnisse kommunizieren und den Umgang mit Menschen verbessern.

Nachtrag: Den erwachsenen Menschen von damals habe ich verziehen. Sie waren selbst Opfer ihrer Welt, standen moralisch in den frommen Kreisen derartig unter Druck, konnten nicht reden, hatten keine freie Sexualität. Die Diskrepanz zwischen Innen und Außen in der Familie war ein weiterer Punk, der zur Schizophrenie führte, neben den schon bekannten Faktoren.