Sport für die Forschung

Nachdem ich vor über vier Monaten für die Forschung in der Röhre war, geht es mit einer weiteren Studie an der Uniklinik Aachen als Proband weiter. Ich mache ein halbes Jahr Sport und danach ein halbes Jahr kein Sport. Es werden verschiedenste Daten gesammelt. Bei Schizophrenie sind oft die kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt und die Studie möchte klären, ob mit Sport etwas dagegen gemacht werden kann, also bei Leuten wie mir, die kaum Sport sonst machen. Es wurden vorab Untersuchungen gemacht, ob ich geeignet bin und den Vorherzustand zu ermitteln. Es wurde nochmal für 20 bis 25 Minuten MRT Aufnahmen gemacht, die vier Monate alten Aufnahmen aus Jülich sollten nicht mehr verwendet werden. Damit war ich bei den beiden Studien innerhalb von Monaten insgesamt über 100 Minuten in der Röhre. Ein Gentest wurde auch gemacht. Für die mentalen Gehirnuntersuchungen werden viele kleinere und vier große Untersuchungen gemacht. Das Training findet dreimal die Woche vor Ort in der Klinik unter Beobachtung statt. Es gibt zwei Gruppen, einmal Bewegungs, Dehn und Balancier Übungen, die zweite Radfahren. Ich bin in die erste Gruppe gelost worden, die abwechslungsreich und nicht langweilig ist. Nach fast drei Wochen macht mir diese Art von Sport Freude. Nicht zu vergleichen mit den schreienden Drill Instructoren aus dem Schulsport früher.