Die Lokale Agenda 21 in Düren veranstaltet das dritte Dürener Barcamp – Ich werde teilnehmen

Barcamps gefallen mir, da es gewisse Ähnlichkeiten mit Trialogforen hat. Deshalb funktionieren sie. Es ist das gewisse erste mal, das Leute erleben müssen. Ein Barcamp ist themenoffen, es ist vorab nichts festgelegt. Nur die Teilnehmerzahl wird durch eine Anmeldung gedeckelt, damit für ausreichend Verpflegung gesorgt werden kann. Diese wird durch Sponsoren gewährleistet. Und die Anzahl der Räume und die Zeitfenster sind festgelegt. Zunächst stellen sich alle teilnehmenden Personen mit Namen und drei Stichpunkte vor. Direkt danach werden die Sessions eingeteilt, d.h. im Prinzip können und sollen alle Leute den Plan füllen und Vorträge oder Diskussionsrunden leiten und mitgestalten. Durch Handzeichen wird signalisiert, ob viele oder wenige sich für ein Thema interessieren (um die Größe des Raumes kalkulieren zu können) und bei ähnlichen Themen können Sessions zusammengelegt werden. Eine Session dauert 45 Minuten, i.d.R. 30 Minuten Vortrag und 15 Minuten Diskussion. Pro Stunde gibt es eine Session pro Raum. Wenn ein Thema nicht gefällt, kann der Raum gewechselt werden. Es gibt genug Pausen, eine große Mittagspause mit Essen und Getränke, sodass die Menschen sich vernetzen können. Ein Barcamp kann ein Wochenende sein mit zusätzlichem Rahmenprogramm.

Die Lokale Agenda 21 in Düren veranstaltet nun das dritte Dürener Barcamp.

Ich persönlich trage einen bescheidenen Beitrag bei und engagiere mich bei der Lokalen Agenda 21 in Düren. Es geht darum, lokal vor Ort die Zukunft ökonomisch, ökologisch und sozial so zu gestalten, das ein lebenswerter Planet auch in Jahrzehnten noch oder wieder vorhanden ist. 179 Staaten hatten das Anfang der 1990er Jahre zum Ziel gesetzt. Die Freifunkidee, die ich seit über drei Jahren mitmache, passt als kleiner Baustein gut zur Lokalen Agenda 21 dazu. Natürlich ist die Themenvielfallt viel höher, das macht die ganze Sache aber interessant. Es betrifft uns alle, daher lohnt es sich mitzumachen.

The Circle 2017 – ein de facto reality fiction Film und wie meine Psychose quasi normal wurde

Vor etwa 70 Jahren schrieb George Orwell 1984. Etwas zu sehen, was in Jahrzehnten sein könnte ist sehr schwierig. Damals die Prägung von Weltkrieg und Diktatur, daher ist 1984 sehr düster. Minority Report von 2002 fällt in meine Lebenszeit, wobei die Story auch schon sehr alt ist. 2002 war ich 21 und ich wusste seit knapp zwei Jahren, dass ich psychotisch war. Minority Report war vor 15 Jahren definitiv science fiction und wirkt auch heute noch so, vor allem, weil eine Zeitspanne in die Zukunft geblickt werden kann.

Meine Psychose um die Jahrtausendwende handelt von Kameras, Gedankenlesen und no more secrets. Psychose bzw. die Angst vor etwas nicht genau bekanntes konnte ich gut bezwingen, indem ich mich mit der Technik auseinander setzte, z.B Livevideostreaming. Eine Anwendung, die ich seit 15 Jahre kennen, für mich und andere anwende, eine Dienstleistung.

2017 kommt ein Film, The Circle, der praktisch gesehen ein reality fiction Film ist. Technologien, die quasi vorhanden ist, Webdienste, die genutzt werden, bzw. klar möglich sind. Echtzeitmodus. Da ein gewisser Teil des Filmes schon heute von Millionen Menschen so gelebt wird, kommt er mit einer Normalität daher. Meine Psychose von Anfang 2000, deren Themenabdeckung von dem Film erfüllt wird, kommt auf einmal als etwas ganz realistisches daher.

Der politische Inhalt des Filmes ist für mich schon etwas vergangenes (Piratenparteizeit), was schon nicht so funktioniert hat. Und damit es wie eine Dystrophie  richtig aussieht, geht es um ein weltweites liquid feedback, aber mit Zwang einer 100% Wahlbeteiligung, wie es in den Osrblockstaaten zu kaltekriegszeiten war.. Natürlich mit dem Transparenz Dingsi mit dabei, natürlich sind alle Daten wahrhaftig, kein Betrug, oder doch?

Was im Gegensatz zu 1984 steht und heute eher realistisch ist, dass es für alle Menschen prinzipiell schwieriger wird, Geheimnisse zu wahren. Die Chefs haben da ein Problem, da heute die Admins eine wichtige Rolle einnehmen, zusammen mit den Programmiermenschen die Systeme bauen. Was auch sehr anders zu früheren Dystrophien ist, das die massenhaften Daten relativ allgemein verfügbar sind und das Individuum noch selbst entscheidet, die Infos für was gutes oder schlechtes zu verwenden..

Das die Leute mit ihren Social Media Accounts nur ihre lachenden Gesichter zeigen, ist überzogen. Zu allen Zeiten wurden Fassaden gepflegt und andere Menschen machten genau das Gegenteil. Im heutigen Web ist es bunt gemischt, neben Friede Freude Eierkuchen auch sehr ernstes und manchmal krasses.

Millionen oder gar Milliarden Follower, Du träumst. Schaffe erst mal die ersten 50 Qualitäts- Follower, die so viel Zeit haben, in Echtzeit Deinen Livestream zu gucken. Das meiste ist sowas von banal und wenn es um die Privatsphäre geht, ist eigentlich nur noch Sex gemeint. Einen Livestream laufen zu lassen, dass können alle und koste kaum die Rede wert. Das Webcams meist langweilig  sind, wissen die Leute auch schon zehn Jahre.

Und zum Ende dieses Beitrages etwas über Polizei, Geheimdienste usw.  Es passiert eine Tat. Wie in Minority Report zu sehen ist, funktioniert das nicht. Die Zukunft ist nicht exakt vorherzusagen. Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten. Jetzt werden von verschiedensten Akteuren Daten, Bilder, Videos gespeichert, kostet ja nichts mehr. Erst nach einer Tat, weil ja erst ab dann bekannt, können die Behörden all die Daten zusammen fügen. Deswegen ließt und hört man immer in den großen Medien, dass die Tatperson den Behörden bekannt war. Nur, da sind keine Behördenmenschen, die von Millionen Menschen bis ins Detail alles wissen und bewerten. Erst wenn etwas bekannt wird und/oder die Tat passiert, werden die Daten zusammengezogen. Es gibt eine verbreitete Sehnsucht, dass wie bei Minority Report schon vorher Leute aus dem Verkehr gezogen werden. Wie in einem totalitären Staat. Es kann ja über  liquid feedback darüber abgestimmt werden.

Medien Kritik – Gibt es eine Reichweitenbeschränkung? – Wahrgenommen werden

Manche Menschen kennen das Gefühl, das Bedürfnis etwas mitzuteilen und so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Dann jedoch die Ernüchterung, die eigenen Probleme interessieren bestenfalls den eigenen Freundeskreis in der Filterbubble.

Wer macht wie Medien? Der öffentlich rechtliche Rundfunk (ÖR) wird oft als Staatsfunk diffamiert. Daneben gibt es private Medien, wo viel Geld dahinter steckt. Und dann gibt es noch das Netz, wo Menschen mit viel Zeit Blogeinträge schreiben, Videos hochladen und kommentieren. Dazu später mehr.

Die Meisten Menschen konsumieren nur Medien, diese sind aber eifrige Diskutanten in Familie, Freundeskreis, auf der Arbeit, ohne dies zu dokumentieren, sie sprechen und verbreiten oft ungefragt. Ein paar Prozent der Leute schreiben Kommentare, auch dazu nachher mehr. Eigene Inhalte produzieren dann nur sehr wenig Menschen und diese teilen sich in privaten und öffentlichen Post. Bei den privaten Beiträgen soll bewusst keine Reichweite erzeugt werden.

Zensur findet nicht statt. Es gibt Leute, die das behaupten. Nun, es gibt Grenzbereiche, wo Hass und Gewalt geblockt wird. Wenn jedoch das Internet als ganzes Betrachtet wird, kann schon sehr viel Wissen oder Meinung verbreitet werden. Doch es gibt das Gefühl, dass da ein Deckel sei.

Vielleicht gibt es bei mehreren hundert Millionen Webseiten auch schon eine gewisse Sättigung. Der Trend geht Richtung mehr, Aufmerksamkeit zu erzeugen schwindet. Die großen Medienhäuser werden alle Hebel ziehen, nicht Unrelevant zu werden. Wo viel Geld ist, kann Aufmerksamkeit und Relevanz immer erhalten bleiben. Das ist bei den Privaten immer so. Auch z.B. gut zu sehen bei Wahlkämpfen in den USA. Der ÖR möchte anders sein, aber da hagelt es Kritik, auch wegen der Gebührenfinanzierung. Die Menschen sehen die Abgabe, aber sich selbst fühlen sie sich unbeachtet im Programm. Bei privaten Sendern wird es weniger kritisch gesehen. Die Leute wissen mehr oder weniger, dass beim Kauf der überteuerten beworbenen Produkte die millionenschweren Stars subventioniert werden, die mit eh viel zu viel Aufmerksamkeit alles daran setzen, dass nur sie selbst im Fokus bleiben. Beim ÖR gibt es leider auch gewisse Stars, die alles tun, um nur selbst Beachtet zu werden.

Dadurch, dass Millionen von Menschen, eine träge Masse, die Massenmedien konsumieren, sind sie legitimiert. Sie fühlen sich vertreten. Ein paar Menschen sehen sich nicht vertreten. Ich selbst werde nie Teil einer Sendung sein, in das Gremium des Rundfunkrates werde ich nie Einblick haben, geschweige denn gestalten. Ich fände es wünschenswert, wenn der ÖR wie beim Trialog von Psychseseminaren organisiert wäre. In den Gesprächsrunden sitzen nur Profis, Laien dürfen ab und zu aus dem Publikum ein paar Sekunden als Betroffene etwas sagen. Natürlich nur gebriefte Inhalte. Doch selbst den Profis in den Runden wird differenziertes Argumentieren untersagt, weil angeblich die Konsumenten wegschalten. Trialogische Inhalte beim ÖR ist ein utopischer Wunsch von mir. Die Art und Weise, wie sie in den Kommentarspalten zu erleben sind, schreckt programmmachende Menschen ab, diese vor allem in Livesendungen mit einzubeziehen. Ich selbst brauchte lange, um konstruktive Kommunikation zu erlernen, die einigermaßen öffentlichkeitstauglich nun ist (Blog https://www.schmidt-matthias.de/gelungende-kommunikation-spaetestens-ab-2010-war-ich-kommunikationsfaehig/ )

Ich glaube, die Wahrnehmungs- und Reichweitenbegrenzung liegt an dem Überangebot von Informationen und das Menschen sehr begrenzt all die Informationen verarbeiten können. Im Internet müssen die gewünschten Inhalte gesucht und gefunden werden. Das ist Arbeit, die oft auch frustrieren kann. Es ist daher einfacher, den Sender einzuschalten und den redaktionellen Filter walten zu lassen, was dann schon oft Sinn macht. Zumal gelernt wird, was zu erwarten ist.

Meine eigene Reichweite. Da ich auf dem Server keine Logs speicher, weiß ich gar nicht, wie oft etwas aufgerufen wird. Twitter wird von vielleicht höchstens 5% der Leute genutzt. Eine ältere Statistik besagt, dass 4/5 der Accounts weniger als 50 Follower hat und der Durschnitt bei 208 Follower liegt. Mit knapp über 400 Follower bin ich daher schon überdurchschnittlich, was die Aufmerksamkeit betrifft. Zum Thema Freifunk war ich immerhin schon mal im Lokalradio und in der Zeitung, zum Thema Psychoseseminar gab es ein Zeitungsbericht. Und auf einem Wahlzettel zur Kommunalwahl stand ich schon mal. Es gibt meinerseits eine Wahrnehmung.

Schlafende oder dösende Menschen vor dem Fernseher, Bots im Internet. Es ist schon ein Glücksfall, wenn ein Mensch aufmerksam einen anderen Menschen wahrnimmt.

Gollum in der Schule

Seit über einem Jahr mache ich bei einem Präventionsprojekt mit und gehe wieder in die Schule. In ein paar Tagen steht eine Wahl an. Zwar ist Bildung Ländersache, aber es ist ein Dauerthema. Über meinem katastrophalen Werdegang selbst als Schüler*in habe ich schon zu genüge berichtet. Ich habe kein Hass gegenüber lehrende Menschen; hatte immer auch privat oder in der Freizeit mit Lehrmenschen zu tun und mit diesen gesprochen. Selbst war ich auf dem Gymnasium und auf der Hauptschule, habe Erwachsenenbildung in einem Berufsförderungswerk kennengelernt. In einer Behindertenwerkstatt habe ich zudem mit lernbehinderte Menschen zu tun gehabt. Mit dem ehrenamtlichen Projekt gehen wir nun in alle Schultypen. Selbst seit bald zwanzig Jahren aus der Schule, kann ich nun eine Zeitreise machen und habe einige Dinge beobachtet. Mir fallen ein paar Dinge auf.

Bildungspolitik, ich sehe fast nur die Phrase “Mehr Bildung” und stelle mir vor, wie durch ein viel zu kleinen Trichter noch mehr Lernstoff durch gequetscht werden muss. Mainstream Medien scheuen eine detaillierte und differenzierte Diskussion, es bleibt bei den Worthülsen.

Früher war Fleißarbeit wichtig, Schönschrift und auswendig lernen. Heute nun mehr Projektarbeit. Immer der Vorwurf an das Schulsystem, nicht auf das Leben vorzubereiten. In diesem Text werde ich nicht auf Lernstoff und Schulpläne eingehen, oder Lehrkräftemangel, sowie marode Schulgebäude. Dazu finden schon Diskussionen statt und über vieles weiß ich selbst viel zu wenig. Ich habe etwas beobachtet, werde teilweise etwas weiter ausholen. Es sind persönliche Aspekte.

Meine persönliche Beobachtung und Überlegung

Ich selbst kann mich unzureichend an die eigene Schulzeit erinnern, dafür hat sich mein Gehirn schon mehrmals umstrukturiert. Ich glaube nicht, dass Menschen allgemein anders sind, wie sie seit tausenden Jahren schon so sind. Beim heranwachsen jedoch ist die Veränderung bei jedem Menschen extrem.

Konzentration und sich fokussieren, was das mit Atmung zu tun hat? Den Kindern von heute wird eine Unruhe unterstellt. Ob Kinder unruhiger sind als vor zweihundert Jahren, weiß ich nicht. Die Idee ist, dass wenn lesen und schreiben erlernt ist, mit guter Konzentration und Ruhe Verschriftlichens gut aufgenommen werden kann. Mit Ruhe kann auch besser zugehört werden und das Fokussieren auf Inhalte verbessert werden.

Mir richtiger Atmung wird u.A. einiges therapiert. Angst und Panik Attacken, Schmerz zum Beispiel. Atmung beeinflusst das Gehirn. Stoffliche Substanzen wie Medikamente und Drogen sind einfache Abkürzungen mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen. Wer gut Atmen kann, braucht keine Drogen. Als ausgewachsene Person richtiges Atmen zu lernen ist sehr viel schwieriger als als Kind. Es ist vergleichbar mit Sport.

Ich war vor ein paar Tagen in einer achten Klasse eines Gymnasiums. Mir fiel bei fast allen Kindern eine Kurzatmigkeit auf. Dazu leise piepende Stimmen. Ob das in dieser Klasse etwas mehr deutlich war und verbreitet ist, weiß ich nicht. Auch die Tatsache, dass diese Menschen ja noch wachsen, weiß ich zu wenig. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, diese Kinder sollten Atmen lernen. Ich habe erst als erwachsende Person den Vorteil einer tiefen entspannten Atmung gelernt.

Ich mag Singen eigentlich nicht, aber wenn ich z.B. alleine Auto fahre, singe ich manchmal. Musikunterricht kann viel Theorie beinhalten, Singen trainiert, neben Sport die Atmung und für die Stimmenbildung ist es sehr gut geeignet. Es gibt sehr einfache Übungen, die am Tag kaum Zeit verbrauchen, aber dauerhaft angewandt zur einer sehr deutlichen Stimme verhelfen können. Diese Fünf-Minuten-Übung am Tag würde in der Schule nicht schaden.

Die Kinder hatten Aufgaben schriftlich gelöst. Das Ergebnis wurde abgelesen. Abgelesenes hört sich häufig holprig an. Vorlesen ist sicherlich ebenfalls Training. Ich kann mich dann doch daran erinnern, wenn ich an ein Thema Freude hatte und mich dem Lerninhalt widmete, aber meine Schrift zu unleserlich war, dass ich es nicht auf schrieb, sondern es vorzog, vom leeren Blatt auf frei vorzutragen. Die mündliche Prüfung halt, vielleicht auch eine Typ Sache. Ich selbst habe durch das mühselige Mitschreiben während der gesamten Schulzeit zu viel Energie verbraucht, es ist kaum was hängen geblieben. Hätte ich mich auf das Zuhören fokussieren können, was meinem Lerntyp mehr entspricht, es wäre mehr im Kopf übrig geblieben.

Mit Meditation das Fokussieren üben. Da spielt die Klassengröße eine Rolle, eventuell auch die Größe der Schule. Die letzte von mir besuchte Schule hat über 2000 lernende und 170 lehrende Menschen, eine anonyme Atmosphäre. Ich selbst hatte noch eine kleine überschaubare Dorfgrundschule kennengelernt. Meditation findet kaum statt, wenige haben eventuell eine Veranlagung, die vorteilhaft ist. Eine Klasse mit 30 unruhigen Kindern zum meditieren zu bringen geht eher nicht. Da müsste früher und in sehr kleinen Gruppen etwas geschehen.

Ich kann mit vorstellen, dass es Spiele zum trainieren und meditieren geben kann. Ich habe dies altmodisch privat im Bezug zu Religion gelernt. Die religiöse Motivation zum Meditieren sollte prinzipiell immer auch mit kritischen Fragen einhergehen. Ich kenne Atem und Meditationsübungen aus dem Kindergottesdienst. Ob das ruhige sitzen im Gottesdienst kindgerecht ist, weiß ich nicht.

Ich kann mir aus uralten Zeiten vorstellen, dass sowohl, um etwas zu fangen, ein Mensch erst mal ewig lange ruhig auf der Lauere liegen muss, um dann blitzschnell zu reagieren, vielleicht selbst vor einer plötzlichen Gefahr weglaufen muss. Heute ist es etwas anders, im Straßenverkehr eventuell ist schnelles Fokussieren und reagieren dennoch wichtig.

Atmung und Meditation können das Gehirn steuern. Heute gibt es günstig, mehr als Spielzeug gedacht, Möglichkeiten das EEG, also die Gehirnströme auszulesen und im Form als Neurofeedback als Rückmeldung zu nutzen. Die medizinischen Anwendungen waren zu lange nur etwas Defektes ausgerichtet. Mit dem spielerischen Ansatz und der unmittelbaren Rückmeldung, die sehbar oder hörbar sein kann, lässt sich das Meditieren oder Fokussieren trainieren. Auch der Wechsel der beiden Modi ist erlernbar. Je nach dem, was gerade gebraucht wird. Gekoppelt mit bewusster und geschulter Atmung lässt sich der Vorgang beschleunigen.

2009 wurde in einer wissenschaftlichen, jedoch nicht medizinischen Messung mein EEG mit etwas hochwertigere Technik ausgelesen. Ich habe es ein wenig mit der Atmung beeinflusst. Wenn ich die Augen geschlossen habe, sehen meine Gehirnströme aus, wie von Menschen, die viele 10.000 Stunden Meditation hinter sich haben. In wie weit das mit meiner Sensibilität der Psychose und der Intelligenz zu tun hat, weiß ich wieder zu wenig, es könnte vermutet werden. Fest steht nur, wenn ich aufmerksam was mitbekomme und es mich interessiert, bleibt es jahrelang im Kopf erhalten. Leider habe ich 10 Jahre in einem anderen pharmakologischen Modus gelernt, als ich geraucht habe. Inhalte wurden mit dem Rauchen gespeichert. Jetzt rauche ich seit über 12 Jahren nicht mehr. Es kann durchaus sein, wenn ich wieder anfangen würde, dass das, was ich mit Rauchen gelernt habe, wieder in den Vordergrund  rücken würde und das andere wieder verdrängen. Bei Drogen und psychoaktiven Substanzen, wann wurde was genommen und was wurde dabei als Inhalt im Gehirn im welchen Modus gespeichert, im welchen Modus abgerufen, wird kaum berücksichtigt. Es sind Trigger. Wenn ich jemals wieder Cannabis konsumiere, gelangt mein Gehirn in den gelernten Modus Psychose. Bei Traumata passiert ähnliches.

Also kann gesagt werden, wenn Jugendliche mit dem Rauchen z.B. anfangen und der pharmakologische Modus sich ändert, dass Gelerntes verdrängt wird. Wenn ein Mensch nach Jahren wieder aufhört und der Modus sich wieder ändert, verschiebt das wieder im Gehirn. Dazu können Hirnforscher bestimmt mehr sagen, da weiß ich zu wenig.

Was ist Zeit? Bei Klassenarbeiten gab es drei Möglichkeiten bei mir. Entweder ich hatte kein Interesse und hatte nicht gelernt, dann wurde ein leeres Blatt abgegeben. Oder es war sehr leicht, dann war ich 20 Minuten eher fertig. Oft aber reichte die Zeit nicht, ich schrieb zu langsam und dann war das Geschriebene nicht lesbar. Als ich mit dem ehrenamtlichen Projekt wieder in die Schule ging, ahnte ich nicht, dass der Pausen Gong mich triggern sollte. Beim letzten Schulbesuch, wie heute und seit 15 Jahren fast immer und bei diesem Besuch, guckte ich kein einziges Mal auf die Uhr. Dann war der Projekttag für die Kinder vorbei und ich schloss die Abschluss und Feedback Runde mit “… danke, dass wir als Gäste hier sein durften. Vielen Dank!” und es folgte sofort der Gong. Es da realisierte ich die letzten drei Sekunden. Für die Kinder war der Schultag zu Ende und dass ist im Idealfall punktgenau. Ich war in der Schulkind auch so, heute empfand ich das sehr traurig.

Ich kann verstehen, dass ein Zeitrahmen zum Schutz vor Verausgabung und Überbelastung Sinn macht. Damit komme ich zurück zur Schulpolitik und wie nach der Schule gearbeitet wird. Das System soll vergleichbar machen mit Plänen, Zeitrastern, Schubladen. Leute, die mich kennen, wissen um meine naiven Vorstellungen.

Hier ist meine Schulutopie:

Ein Kleingruppe von Wesen die geschult wird, ein bis drei Lehrende. Der Tag beginnt auch im Winter nicht im Dunklen, alle sind ausgeschlafen. Meinetwegen gibt es die frühen und späten Gruppen. Sollte aufwühlendes am Vortag das Einschlafen erschwert haben, wird das zunächst besprochen und gegeben Falls der Tag etwas einfacher gehalten. Zur Stimmenbildung wird eine kurze Übung gemacht, alle paar Tage eine Meditation und Atemübung. Da dies während der ganzen Schullaufbahn gemacht wird, brauchen diese Übungen kaum Zeit vom Tag. Schule soll Freude machen, sodass es kaum auffällt, dass der Schultag mal eine Stunde früher oder später endet. Wenn etwas so spannend ist, wird Abends vor dem Einschlafen noch etwas spezielles vermittelt.

Gute Ernährung, etwas Bewegung und erst jetzt kommen Lerninhalte, Wissen und das meinetwegen auch an einem aber nicht festgenagelten Plan.

Das Thema Ehrlichkeit lasse in diesem Beitrag außen vor. Als Kind hätte ich nicht gedacht, dass Erwachsene Lügen so leicht erkennen können. Ehrlichkeit beruht auf Gegenseitigkeit. Leider sind es manchmal eher die Erwachsenen, die Kinder täuschen. Das Prinzip des Durchmogeln zieht sich durch die ganz Gesellschaft. Ich selbst war eventuell ein wenig zu ehrlich.

Inklusion im Co-Working-Space mit dem persönlichen Budget

Ich hatte ausführlich über mein Erleben im Co-Working-Space berichtet. Wie auch immer hatte ich in den letzten Monaten den Fokus auf eine Selbständigkeit. Dabei hatte ich vor Jahren das persönliche Budget auf dem Schirm gehabt. Menschen mit einer Behinderung können mit dem persönlichen Budget eine Assistenz, Haushaltshilfen, Arbeit oder etwas für Freizeitgestaltung bezahlt bekommen.

Meine Idee ist nun, das persönliche Budget für die Miete eines Co-Working Platz für zwei mal die Woche für fünf Stunden zu beantragen. Dafür werde ich den Integrationsfachdienst besuchen, die Menschen mit Behinderung in Arbeit bringen. Im Co-Working-Space kann ich die ehrenamtlichen Tätigkeiten erledigen, wäre aber in einem Umfeld, wo ich für andere Menschen arbeiten und meine Fähigkeiten zeigen könnte. Das wäre Inklusion im richtigen Umfeld.

Für Freifunk z.B. wären Treffen zu Betriebszeiten möglich, mit Beratung und Planung. Serveradministration usw. könnten schön in einer Büroumgebung stattfinden. Es wäre auch ein Versuch wert, wenn dieses selbstorganisierte Arbeiten gefördert wird, ob ein richtiger Server im Rechenzentrum bezahlt wird.

Die Bezahlung ist nachrangig, da ich grundversorgt bin. Wenn ein Dazuverdienen irgendwie möglich wäre, ist das gut. Dazu muss ich mich noch genau informieren, daher auch den Kontakt zum Integrationsfachdienst. Es wäre dann schon sehr anders als in einer Behindertenwerkstatt.

Ich bin gespannt, in welcher Form ein Co-Working-Space in Düren entsteht und ob dieser Plan nun endlich den erwünschten Durchbruch bringt.

Annakirmes Blogger und Social Media Tour 2017 – Ich bin am Montag mit dabei

Dieses Jahr nehme ich an der Annakirmes Blogger und Social Media Tour teil, die von Markus Jakobs veranstaltet wird. Seit einigen Jahren traue ich mir wieder zu, auch zu Orten zu gehen, wo viele Menschen sind. Vor 15 Jahren war das noch undenkbar für mich, da mied ich sowas. Ich besuche trotzdem nur für eine gewisse Zeit den Ort, es ist wichtig, falls ich Nervenrappel kriege, dass ich in ein paar Minuten den Kirmesplatz verlassen kann. Die schnellen Fahrgeschäfte beobachte ich lieber, ich habe einen Wirbel, auf den ich acht geben muss, der da nicht mit machen würde. Also bin ich da etwas mehr bodenständig, das Riesenrad ginge da noch. Ich werde mal gucken, was es an “langsamen” Fahrgeschäften gibt und darüber im Nachtrag berichten. Ab und zu ist es auch gut, sich dem Trubel mal auszusetzen, für mich ein Belastungstrainig, mit Menschenmassen besser umgehen zu können. CU @ #annakirmes


Nachtrag:

Es war für mich ganz gut, die juristischen Querelen nur am Rande mitbekommen zu haben. Ich konnte die Kirmes genießen, das Wetter war optimal, es war nicht zu voll. Zu keinem Zeitpunkt war ich gestresst.

Die bloggenden Menschen machten viele Fotos und Videos. Auf Twitter, Facebook, Instgramm, Googel+, Snapchat wurde unter dem Hashtag #Annakirmes viel veröffentlicht. Wir benutzten noch #bloggertourdn auf Twitter und Instagramm. @annakirmes wurde ebenfalls mit unserem Content gefüllt.

Als Dankeschön gab es Freifahrkarten und als Ausklang gab es von @annazelt Getränke.

Mein ganz persönliches Re­sü­mee nach zwei Wochen Co-Working-Space Experiment

Ich bin ja wie bei so vielen Dingen der Spezialfall oder Prototyp. Meine Fähigkeiten werden ab und zu gebraucht. Ausgerechnet in einem Buch über die Börse lass ich, das Geld wie ein flüchtendes Reh ist. Jetzt polter ich auf meine Gollum Art diesem Reh hinterher. Nach einer psychiatrischen Vergangenheit wieder seriös zu werden, wird wohl noch ein Thema werden, dem ich mich widmen werde. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden sich schnell, bezahlte Arbeit ist bei mir immer noch ein Knackpunkt.

Der Platz in der Behindertenwerkstatt kostete pro Kopf 1500€ (Nicht die Rente und/oder Grundsicherung) im Monat den Steuerzahlenden, damit einfache Arbeit organisiert wird. Im Prinzip könnte ich günstiger in einem Co-Working-Space verweilen, hier und da aushelfen und mich vor allem selbst organisieren. Statt Rente und Grundsicherung würden mir 1200€ Nettoeinkommen ausreichen, oder BGE und etwas dazu verdient wäre auch noch okay.

Ich wünsche mir einen Status, meine Fähigkeiten richtig öffentlich bewerben zu können und trotzdem auch auf meine gesundheitlichen Grenzen hinweisen zu können. Grundversorgt, aber mit der Möglichkeit, offensiv mit Werbung die eigenen Dienstleistungen anpreisen zu können.

Die zwei Wochen CO_SPACE.DN haben mir gut getan. Natürlich war ich am Abend müde. Aber ich hatte keine miesen Gedanken. Das Experiment in Düren war gelebte Inklusion. Die freie Zeiteinteilung ist perfekt für mich, natürlich müssen Dinge rechtzeitig fertig werden.

Wann schafft die Politik die Rahmenbedinungen, statt mir einen viel zu teuren Behindertenwerkstattplatz zu gewähren, mich einfach machen zu lassen, grundversorgt? Und immer die sich im Körper befindliche Eigenschaft der Schizophrenie unter Beachtung und mit der Perspektive wenn es klappt, wieder Steuern zu zahlen. Wie soll denn sonst Inklusion aussehen und gelebt werden?

Ich weiß, dass das kommen wird. Ich habe auf verschiedene Dinge lange gewartet, obwohl Menschen sagten, niemals. Dann gab es das doch. Ich weiß, dass es zehn oder zwanzig Jahre dauern kann. Ich bleibe motiviert.


Nachtrag: Ich war beim Kicker Turnier erfolgreich und habe etwas gewonnen. Hach…


Ich habe meine Gedanken zu diesem Projekt in meinem Video Blog ebenfalls dokumentiert:


Und hier noch das Projekt von Noor, das den ersten Platz beim Ideen Wettbewerb für Düren gewonnen hat, “Noor erklärt…”

http://noorerklaert.de/

Zwei Testwochen für ein Experiment in Düren – CO_SPACE.DN

In der Dürener Innenstadt, in der Wirtelstrasse 41, macht die Firma win.dn im Auftrag der Stadt ein Experiment in einem leerstehenden Ladenlokal.

Mit dem CO_SPACE.DN, ein Co-Working-Space für Popup Coworking in Düren, wird zwei Wochen gestestet, ob so etwas in Düren dauerhaft genutzt wird. Der Grundgedanke ist, ein Büroschreibtisch stunden-, tage- oder wochenweise zu mieten.

Selbständige können bei der Miete sparen, haben eine Adresse für Kundentreffen und können andere Akteuere persönlich treffen, sich vernetzen usw.

Es gibt einen ruhigen Arbeitsberreich, ein andere Berreich kann zum Treffen und lockeren Austausch genutzt werden und es gibt Räumlichkeiten für eine Konferenz oder einen Vortrag, sowie ein Raum für Kreatives. Getränkebar, Essen oder Kicker machen den Aufenthalt attraktiv.

Was mache ich dort?

Ich bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Ein Mini Job auf 450€ Basis und 15 Stunden die Woche ist über die Rentenversicherung krankenversichert. Eine Selbständigkeit im ähnlichem Umfang ist dies nicht und die Krankenversicherung ist sehr teuer. Dieser Fall ist im System nicht vorgesehen und sollte von der Politik ermöglicht werden. Leider ist es sehr schwer, dorthin einzuwirken.

Trotzdem, mit Arbeitsmitteln bepackt, machte ich mich Montag auf den Weg. Ok, ich mache das Experiment mit Freunden mit, daher der Transport der Sachen.

Mein Ziel ist neben den einwirken auf die Politik Leute kennenzulernen. Der persönliche Kontakt ist immer noch das Günstigste, Netzprofile sind sehr verzerrt.

Bis sich Rahmenbedinnungen ändern, kann ich lange warten. Ich nutze die Zeit hier um Möglichkeiten zu schaffen. Im Idealfall bekomme ich einen Mini Job als IT Admin oder eine Nachfrage, die monitär ausreichend ist.

Für Freifunk könnte ich mir zusätzlich Vorstellen, einen Tag im Monat den Co-Working-Space zu nutzen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Wieder arbeiten? – Ich lasse mich finden

Ich beziehe Rente, sie ist gering. Deshalb beziehe ich zusätzlich Grundsicherung. Seit 17 Jahren träume ich von einem Quereinstieg im IT Bereich. Wegen meiner geringen Belastung kommt nur ein Minijob in Frage. Vergangenge Ansätze scheiterten, vor allem, weil ich in die falschen Bereiche gesteckt wurde. Als Autodidakt habe ich 27 Jahre Wissen im Computerbereich gesammelt. Ich bin versorgt, doch ein Minijob wäre ein Weg raus aus der mit Beschränkung behafteten Grundsicherung. Den Weg zur Arbeit war und ist immer wieder mal Thema, zuletzt an einem Stammtisch mit Freunden.. Nun die Idee, ein XING Profil zu erstellen und gucken, ob es Interesse gibt. Meine prikäre Finanzsituation erlaubt es mir nicht, auf gut Glück teure Bewerbungsmappen zu verschicken. Ich werde auch nicht um einen Job betteln. Ich lasse mich finden. Leute, die mich kennen, schütteln den Kopf, warum ich in dem Bereich noch nicht Fuß gefasst habe. Werden nun IT Menschen gesucht? Iich lasse es darauf an kommen.