Nach weit über zwanzig Jahren wieder programmieren und löten können

Von 1990 bis 1996 habe ich ein wenig AmigaBASIC und QBasic programmiert. Ab meinem 14. Lebensjahr (1994) hatte ich angefangen, Körper und Geist zu vergiften, es war so einiges nicht mehr möglich. 1995 wollte ich einen Roboter bauen aus alten 286ern und Schnittstellenkarten. Mit einer Schulfreund_in  gingen wir einige Computerläden ab, auf der Suche nach alter Hardware.  Ein Laden hatte was für uns, doch der Roboter sollte nie gebaut werden. Unkenntnisse in Elektronik und Kosten hätten das Projekt schnell scheitern lassen. Doch zwei Jahre ging ich mehrmals die Woche nach der Schule in diesen Laden, lernte Computer zu testen und zu reparieren. Als der Laden schloss, hatte ich einige Sachen mitgenommen, sodass ich im Elternhaus im Keller eine kleine Werkstatt einrichten konnte.

Vor wenigen Wochen startete ein Robotorprogrammiergrundkurs und ich nahm das Kursangebot an. Ich wurde aktiviert und urplötzlich bin ich nach 23 Jahren in der Lage, wieder programmieren zu können. Und Teile für ein Roboter zu bauen gibt es als Bausatz. Bei dem Bausatz fehlten Teile, Platinenabstandshalter. Ich hatte noch welche aus dem Computerladen. So kommt nach langer Zeit etwas zusammen und das Projekt wurde fertiggestellt.

Hier der Programm Code: https://gitlab.v3g.de/vegms/arduino-roboter-programmier-grundkurs

Mit den Psychopharmaka ab 2000 hatte ich extrem zittrige Hände. Löten war extrem schwer für mich. Die Entgiftung, die zehn bis 15 Jahre dauerte hat es nun möglich gemacht, dass ich Körper und Geist wieder sehr gut nutzen kann.

Eine Lötübung mit 170 Teilen und 485 Lötpunkten konnte in neun Stunden ohne einmal Nervenrappel kriegen erfolgreich durchgeführt werden. Es war ein freudiger Tag für mich.

Mit dem Arduino kann ich einige Projekte umsetzen, wovon ich lange geträumt habe. Unter anderen einen Altair 8800 Nachbau umsetzen. Dieses System gibt mir die Möglichkeit, ganz einfache Grundlagen in Assembler Programmierung zu lernen. 8080 Assembler ist sehr überschaubar, es wird schnell komplex. Die Erkenntnis der letzten Wochen, mit 8086 Assembler hätte ich die Text Adventures von vor 25 Jahren auch programmieren können.

Es wird einiges folgen. Ich bin motiviert, weiter zu machen mit den Arbeitsspielsachen. Ja, Dinge die Arbeit und Freizeit gleichermaßen bereichern.

Gollum spart Strom

Vor Jahren hatte ich schon einmal Technik getauscht, um Strom zu sparen. Es ist dann wieder mehr Energieverbrauch geworden.

Ich nutze nun eine kleine Solaranlage, die Strom direkt ins Wohnungsnetz einspeist. Ist leider nicht so viel, da die Module sehr ungeeignet hinterm Fenster hängen. Es ist immer noch sehr hell, habe viel Fensterfläche.

Da der Server und die Router ständig laufen, wird der selbst erzeugte Strom direkt verbraucht. Die Einspeisung erfolgt über ein Wechselrichter, der mit einem Stecker direkt in die Steckdose angeschlossen wir. Es müssen die 50 Herz synchronisiert werden.

Auch solch kleine Anlagen müssen bei der Netzbetreiberin und Bundesnetzagentur gemeldet werden.

Vor ein paar Monaten ging mein Kühlschrank kaputt. Das alte Gerät hatte auch schon einen sparsamen Verbrauch. Nun ist es ein Kühlschrank wie in einem Hotel, aber mit Kompressor, der die Hälfte frisst, als zuvor. Ich habe vier Supermärkte im Ort und es gibt Geschäfte, ich bin trotz Minikühlschrank bestens versorgt.

Als ich vor drei Jahren einen Business Internet Vertrag bekam, brauchte ich einen Router. Es sollte etwas aktuelles und sicheres sein, doch Router können teuer werden. Es wurde dann ein PC verwendet, erst mit Smoothwall, dann mit pfSense. Der Wechsel auf einen Kleincomputer APU.2C2 spart dann Dreiviertel Strom im Gegensatz zum verwendeten PC.

Somit können Kosten langfristig gesenkt werden. Ich werde erst ein Jahr nach der nächsten Zählerablesung wissen, wie viel genau gespart wird.

Sport für die Forschung

Nachdem ich vor über vier Monaten für die Forschung in der Röhre war, geht es mit einer weiteren Studie an der Uniklinik Aachen als Proband weiter. Ich mache ein halbes Jahr Sport und danach ein halbes Jahr kein Sport. Es werden verschiedenste Daten gesammelt. Bei Schizophrenie sind oft die kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt und die Studie möchte klären, ob mit Sport etwas dagegen gemacht werden kann, also bei Leuten wie mir, die kaum Sport sonst machen. Es wurden vorab Untersuchungen gemacht, ob ich geeignet bin und den Vorherzustand zu ermitteln. Es wurde nochmal für 20 bis 25 Minuten MRT Aufnahmen gemacht, die vier Monate alten Aufnahmen aus Jülich sollten nicht mehr verwendet werden. Damit war ich bei den beiden Studien innerhalb von Monaten insgesamt über 100 Minuten in der Röhre. Ein Gentest wurde auch gemacht. Für die mentalen Gehirnuntersuchungen werden viele kleinere und vier große Untersuchungen gemacht. Das Training findet dreimal die Woche vor Ort in der Klinik unter Beobachtung statt. Es gibt zwei Gruppen, einmal Bewegungs, Dehn und Balancier Übungen, die zweite Radfahren. Ich bin in die erste Gruppe gelost worden, die abwechslungsreich und nicht langweilig ist. Nach fast drei Wochen macht mir diese Art von Sport Freude. Nicht zu vergleichen mit den schreienden Drill Instructoren aus dem Schulsport früher.

Investment für die nächsten achtzig Jahre bis zum Ende 21. Jahrhunderts

Der Planet verändert sich sehr schnell sehr heftig. Statt der apokalyptischen Annahme des Untergangs und der falschen Annahme, mit Mitteln aus der steinzeitlichen Lebensweise den guten alten Zustand von Vorher zu bekommen, die Idee, es geht weiter, aber sehr anders, als mit den Zivilisationen zuvor.

Elektromobilität wird nur das Spielzeug der Besitzenden sein als Drittwagen in der zweiten Garage, für eine lange Zeit. Es muss davon auszugehen sein, dass Kohle, Öl und Gas zur Gänze verheizt werden wird. Schon jetzt ist die Erderwärmung ein immer schneller werdender Selbstläufer. Es muss mit einem sechzig Meter höheren Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts gerechnet werden. Architektur und Infrastruktur müssen ganz anders geplant und gebaut werden. Agrarindustrie wird in Hallen stattfinden. Der Anfang des Kapitalismus ist in Bodenbesitz begründet. Und Grund und Boden werden extreme Veränderungen erleben. Küstengebiete saufen komplett ab, ein bis dato ungenutzter Kontinent wird eisfrei.

Wie auch immer Menschen miteinander bis dahin umgehen werden, ich weiß um die düstere Variante, so wage ich eine naive Idee des Gelingen zum Ort, wo ich heute lebe. Abgesehen von schwimmenden Städten ist hier den Leuten nicht bewusst, dass Hamburg, Berlin absaufen werden, Köln wird im Morast stecken, die Kölner Bucht wird eine Riesenbucht am Atlantik sein, östlich wird Essen ein Küstenstadt sein, westlich Aachen.

Die Lokalpolitik in und um Düren ist sich noch überhaupt nicht bewusst, was hier passieren wird und welches Potenzial im Kreis steckt. Es wird diskutiert, wie das Braunkohlerevier renaturalisiert und für den Tourismus nutzbar gemacht werden kann, ob der Tagebau Hambach und Inden jeweils Seen werden sollen. Bis zum Ende diesen Jahrhunderts wird diese Diskussion sehr unnötig gewesen sein, der Nordkreis wird Atlantik in der exrheinischen Kölner Bucht sein. Düren wird Küstenstadt sein, eine Multimillionenstadt, wenn ein viertel von Deutschland überschwemmt sein wird, drei deutsche Millionenstädte nicht mehr existieren oder schwimmen müssen und das Nachbarland Niederlande noch ein paar Hügel bei Aachen ausmacht.

Düren hat Potenzial, der Tagebau Hambach und/oder Inden könnte der größte Tiefseehafen des 22. Jahrhunderts werden. Tiefseehafen Niederzier oder Langerwehe, wer weiß das jetzt schon? Ab dem Ruhrgebiet und der Eifel südwärts wird Grundbesitz unbezahlbar, ein Riesenteil vom Rheinland wird unter Wasser stehen.

Und wer meint, ich spinne mit dieser Idee, dachte das auch schon 1998, als ich von einer Autobahnbrücke über den Braunkohletagebau nachdachte.

Annakirmes BloggerTourDN 2018

2018 fand die 7. BloggerTourDN auf der Annakirmes in Düren statt. Hier die Impressionen. Bei Hochsommerwetter blogten @kehrseite @oerbans_de @xrichi383x @stadtmuseumdueren @Stephi_1609 @xTheMicha und ich auf den Social Media Kanälen. Zwischenstopp gab es beim Lentzens Bier Karussell mit einer Cola. Beim Eimerwerfen trafen @stephi_1609 und @xthemicha jeweils zweimal.

Ein sehr sehr, sehr altes Traditionsfahrgeschäft von 1932 Eine Fahrt ins Paradies mit Livesaxophonist*in und wir hatten Zugabe mit Extrarunde.

@Stephi_1609 hat melken im realen Leben gelernt und sagt, das Ding taugt nichts.

Gemeinschaftshauptschule Vettweiß war einmal

Die Hauptschule Vettweiß hat 2018 ihre Pforten geschlossen. Zwanzig Jahre zuvor absolvierte ich dort meinen desaströsen Abschluss. Es war eine Zeit voller Konflikte, wahrscheinlich war ich schon psychotisch, undiagnostiziert.  Ich war zum Ende des ersten Halbjahres der zehnten Klasse vom Gymnasium dorthin gewechselt, war im Prinzip 10. Klasse, zweites Halbjahr nur dort. Da ich schon die neunte Klasse Gymnasium erreicht hatte, ging nur Hauptschule 10 B. Mein schlechter Abschluss bestand unter anderem aus zweimal Mangelhaft in Deutsch und Englisch, genau die beiden Fächer, mit denen ich ein paar Jahre später in Heidelberg Klassenbeste*r wurde.

Die Lehrer*in, damals stellvertretende Rektor*in, die mich mit zweimal Mangelhaft bewertete, hat nun als letzte Rektor*in der Vettweißer Hauptschule  den Hauptschulbetrieb eingestellt.

Ich könnte Genugtuung spüren. Doch tatsächlich erinnere ich mich an eine traurige Zeit mit total kaputter Kommunikation. Eine gute Aussprache konnte leider nie vollzogen werden. Vor zehn Jahren sagte mir ein*e Wegbegleitung aus jener Zeit nach einem kurzen Wiedersehen im Web:

Das war eine scheiß Zeit.

Immerhin , Bürgermeister*in von Vettweiß ist vom gleichen Abschlussjahrgang, ein Mensch, den ich noch angenehm in Erinnerung habe. Wobei in zwanzig Jahre Leute sich sehr verändern können.

Mai 2018 – Ein unschöner Monat für mich

Der Mai 2018 war für mich mit vier Wochen Depression verbunden. Bei meinem kleinen Job werden 70% angerechnet (SGB XII) und die DSGVO hatte auch Nervenrappel bei mir ausgelöst. Freunde und Familie waren besorgt. Die Tätigkeiten haben mir geholfen, da wieder raus zu gelangen. Mit Ablenkung war im Juni dieser üble Monat vorbei. Ich bin politisch interessiert, das Parteipolitische aus der Timeline zu werfen, hat mir auch gut getan.

Beste Blutwerte seit fast einem halben Leben

Vor zweieinhalb Monaten sah es noch ganz anderes aus, ich schrieb über schlechte Blutwerte, Müdigkeit und das ich meine Ernährung ändere. Ursprünglich wollte ich weniger Müde sein. Es gab aber weiter positive Effekte.

  • Weniger Müde
  • fast 9 kg abgenommen (heute morgen leer 87,35 kg)
  • Blutwerte komplett in Ordnung (seit 18 Jahren nicht mehr so gewesen)
  • Rückendingsi ist weg
  • Sodbrennen ist weg
  • Allopurinol wegen schlechte Harnwerte konnte abgesetzt werden

Mein komisches Essen und Trinken seit der Ernährungsumstellung hat also für meinen Körper die richtige Auswirkung gehabt.

  • fast kein Brot
  • sehr, sehr wenig Zucker
  • Wenig Kohlenhydrate
  • Wenig Fruchtzucker
  • ein, maximal zwei Mahlzeiten am Tag

Was mit der Psyche ist, ist eine andere Geschichte.

Es gibt nichts mehr zu erwarten

Ich habe einen knallharten Dämpfer vom System bekommen, was meine Motivation vernichtet und mich in die Depression treibt. Auf Grund meiner Behinderung kann ich nur stundenweise arbeiten und brauche lange Regenerationsphasen. Trotzdem und aus therapeutischer Sicht sinnvoll möchte ich mich betätigen. Zum einen ist da das Ehrenamt und zum anderen habe ich nach weit über einem Jahrzehnt geschafft, einen Job machen zu dürfen, der cool ist. Ehrenamt kostet Zeit und Geld, es ist im Eckregelsatz der Grundsicherung nicht vorgesehen.. Also war nun die Idee, mit einem Job, ich darf als Admin heute arbeiten, ein wenig dazu zu verdienen, um mir die ehrenamtlich Arbeit leisten zu können. Das Sozialamt, die Sozialpolitik und die verlogene Inklusionspolitik rechnen knallhart ab. 70% werden angerechnet. Von meinem bescheidenen Nettolohn, wovon “Bürger” einmal tanken oder Essen gehen, darf ich 30% behalten. Wenn ich was kaufe, kommt die Mehrwertsteuer dazu.

Mein Beitrag im Internet ist fragil, z.B. Anfragen bezüglich der Datenschutzgrundverordnung, die die Antwort in Papierform provozieren, kosten für meine Verhältnisse extrem viel Geld. Ein paar Trolle können das vernichten. Es gibt keine Kommunikation ins politische System. Ich kann den Wert des Ehrenpreiseses des Kreis Düren für soziales Engagement für die Freifunk Initiative nicht mehr sehen. Meine wirklichen Probleme und Sorgen nimmt niemand im System wahr. Ein Hand voll Freunde und die Restfamilie sind die einzigen Menschen, die mit mir interagieren.  Ich hatte die Illusion, mit digitalen Mitteln einen Rückkanal zur Politik zu haben. Das war ein Trugschluss.

Mir wurde angeboten, dass die Webseiten wer anders hostet und ich damit entlastet werde. Das ist lieb gemeint. Leider wird dieses den Behinderten die Last nehmen dann so aussehen, ihr werdet nicht gebraucht. Neben der quälenden Sinnfrage wird mir dann der Strohalm des Gebraucht werden genommen. Inklusion ist die Illusion, gebraucht zu werden, dabei zu sein.

Die Demokratie wird meine nicht wahrgenommen “privaten” Probleme nicht lösen. Sie kann es schlicht nicht, da es keine Kommunikationswege gibt, die funktionieren. Ich werde nicht mehr wählen gehen.