Alle Beiträge von matthias

Drei Tage totaler Server Ausfall

Am Freitag, den 1. September 2017, früh morgens ab drei Uhr, machte ich ein Upgrade des FreeBSD Host von Version 11.0 auf 11.1. Zunächst lief alles nach Plan. Doch eine Inkompatibilität versperrte den Netzwerkzugang der virtuellen Maschinen mit Virtualbox. Es begann eine Verkettung von Fehlern und meine Fähigkeiten schwanden. Auch der Mix aus neuen, alten und falschen Informationen im Netz, fast alles auf Englisch, hinderten mich an einer Lösung der Probleme. In den Foren war nicht klar zu entnehmen, ob es sich um einen Software Fehler oder um eine falsche Konfiguration handelt. Da bei der Release Version von FreeBSD Wochen vergehen können, bis Aktualisierungen verfügbar sind, plante ich, die VMs waren eh schon offline, ein Downgrade zurück auf 11.0. Das ging mächtig schief.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer – Gilt wohl auch für BSD. Auf jeden Fall war das init sehr kaputt (Kernel panic: no init), das System nicht mehr startbar. Die Überlegung war, den FreeBSD Host auf einer anderen Platte nach zu bauen und die VMs und diverse Platten Images zu kopieren. Ich sollte hart scheitern. Das ZFS Dateisystem ist mit GELI verschlüsselt. Die Key Datei habe ich exportiert bekommen. Mir war es nach einen Tag nicht gelungen, das Dateisystem einzubinden. Es gibt irgendwelche ZFS allow/unallow Parameter und mit create und destroy war ich zurückhaltend, bevor etwas hätte überschrieben werde können. Fehler beim Denken verhinderten hier ein Weiterkommen. Der Plan war ursprünglich folgender:

mkdir /tmp/bootpool
zfs import # lists the available pools to import. bootpool should be listed there
zfs import -N -f bootpool # forcefully import bootpool, but don’t mount it.
zfs set mountpoint=/tmp/bootpool bootpool
zfs mount bootpool
geli attach -k /tmp/bootpool/boot/encryption.key /dev/ada1p4
Enter passphrase:

Das Passwort konnte eingegeben werden, jedoch der folgende Befehl wurde verweigert:

zfs import -N -f zroot

Weiter hätte ich dies eingegeben_

mkdir /mnt/hd
zfs create -o mountpoint=/mnt/hd zroot/zroot
mount /dev/ada1p4.eli /mnt/hd

An die Daten auf der Festplatte kam ich nun nicht mehr heran. Ich hatte sie beiseite gelegt. Weil die Key Datei gesichert werden konnte, wurde das Rauskopieren vertagt, bis eine Eingebung mich weiter bringen wird.

Von den wichtigen VMs gab es ein Backup vom 19. August 2017, also knapp zwei Wochen alt. Den zweiten Tag scheiterte ich daran, den Host wieder so nach zu bauen, wie ich den vor ein paar Jahren gebaut hatte. Aus ein paar Gründen benötige ich ein minimales grafisches System, X11. Doch die Grafikkarte und nicht mehr weiter entwickelten Treiber untermauerten mein Versagen. Ich bekam es nicht mehr hin. Es wuchs in mir der Entschluss, den Host für die VMs mit Debian zu bauen.

Es bahnten sich schon lange Gründe an, warum Debian sinnvoller sein mögen, ich hatte die Denkweise, ein schlanken Host mit FreeBSD, konservativ und stabil. Da aber noch Drucker, Scanner usw. irgendwann wieder genutzt werden könnten sollte, die FreeBSD entweder wegen der fehlenden Treiber oder des nicht durchschleusbaren USB 2.0 mit Virtualbox nicht unterstützt, sollte ein Wechsel zu Debian stattfinden.

Die aktuelle Version von Debian 9.1.0 hat einen kaputten Netzwerkmanager, es empfiehlt sich, von 9.0.0 zu installieren, alles einzurichten und erst dann das System upzugraden. Diese Erkenntnis hatte ich nach einem dreiviertel Tag später dann auch.

Endlich konnten neun VMs umziehen und wieder gestartet werden. Endlich auch wieder Freifunk verfügbar. Ein RAID System wäre auch für mein Server gut, jedoch in diesem Fall hätte genau das nicht gereicht. Die Backups haben mir sehr viel Arbeit erspart, auch wenn der Speichstand zwei Wochen alt war. Es sind ein Protokoll im Wiki und Eintragungen im Wekan abhanden gekommen, aber diese sind noch auf der Ursprungsplatte. Vielleicht ist da doch noch ein Herankommen.

Meine kognitive Dissonanz, da steht z.B.

zfs allow -u someuser send,snapshot mypool

in der Anleitung, aber someuser und mypool muss anders sein. Also ich habe starke Problem bei Anleitungen zu sehen, welche Teile eines Befehls an das eigene System angepasst werden muss. Ich kann mir Vokabeln schlecht merken, daher immer wieder Probleme mit Syntax, Variablen usw.

Die drei Tage waren mit sehr viel Müdigkeit verbunden, die Hälfte der Ausfallzeit habe ich geschlafen. In einer Bank oder in einem Konzern wäre das “Durchmachen” Pflicht des Admin gewesen. Daher habe ich wieder große Zweifel, jemals beruflich den Quereinstieg zu schaffen. Ich kann das nicht leisten.

Würde ich die Admin Tätigkeit beruflich machen, würde nicht alles auf einem Server laufen. Wäre etwas mehr Geld verfügbar, gäbe es zwei separate Internetanschlüsse, jeweils mit zwei Server mit RAID als Clusterverbund und ein Speichersystem für Backups mit kürzeren Speicherzyklen.

An dem Konzept dezentrales Internet möchte ich festhalten. Jedoch 72 Stunden Ausfall mit Datenverlust sind nicht verzeihbar, das darf nicht passieren. Die Fähigkeiten sollte ich sehr bescheiden sehen. Ich mache nach wie vor viel zu viele Fehler. Ich muss gebremst werden.

Inklusion im Co-Working-Space mit dem persönlichen Budget

Ich hatte ausführlich über mein Erleben im Co-Working-Space berichtet. Wie auch immer hatte ich in den letzten Monaten den Fokus auf eine Selbständigkeit. Dabei hatte ich vor Jahren das persönliche Budget auf dem Schirm gehabt. Menschen mit einer Behinderung können mit dem persönlichen Budget eine Assistenz, Haushaltshilfen, Arbeit oder etwas für Freizeitgestaltung bezahlt bekommen.

Meine Idee ist nun, das persönliche Budget für die Miete eines Co-Working Platz für zwei mal die Woche für fünf Stunden zu beantragen. Dafür werde ich den Integrationsfachdienst besuchen, die Menschen mit Behinderung in Arbeit bringen. Im Co-Working-Space kann ich die ehrenamtlichen Tätigkeiten erledigen, wäre aber in einem Umfeld, wo ich für andere Menschen arbeiten und meine Fähigkeiten zeigen könnte. Das wäre Inklusion im richtigen Umfeld.

Für Freifunk z.B. wären Treffen zu Betriebszeiten möglich, mit Beratung und Planung. Serveradministration usw. könnten schön in einer Büroumgebung stattfinden. Es wäre auch ein Versuch wert, wenn dieses selbstorganisierte Arbeiten gefördert wird, ob ein richtiger Server im Rechenzentrum bezahlt wird.

Die Bezahlung ist nachrangig, da ich grundversorgt bin. Wenn ein Dazuverdienen irgendwie möglich wäre, ist das gut. Dazu muss ich mich noch genau informieren, daher auch den Kontakt zum Integrationsfachdienst. Es wäre dann schon sehr anders als in einer Behindertenwerkstatt.

Ich bin gespannt, in welcher Form ein Co-Working-Space in Düren entsteht und ob dieser Plan nun endlich den erwünschten Durchbruch bringt.

Annakirmes Blogger und Social Media Tour 2017 – Ich bin am Montag mit dabei

Dieses Jahr nehme ich an der Annakirmes Blogger und Social Media Tour teil, die von Markus Jakobs veranstaltet wird. Seit einigen Jahren traue ich mir wieder zu, auch zu Orten zu gehen, wo viele Menschen sind. Vor 15 Jahren war das noch undenkbar für mich, da mied ich sowas. Ich besuche trotzdem nur für eine gewisse Zeit den Ort, es ist wichtig, falls ich Nervenrappel kriege, dass ich in ein paar Minuten den Kirmesplatz verlassen kann. Die schnellen Fahrgeschäfte beobachte ich lieber, ich habe einen Wirbel, auf den ich acht geben muss, der da nicht mit machen würde. Also bin ich da etwas mehr bodenständig, das Riesenrad ginge da noch. Ich werde mal gucken, was es an “langsamen” Fahrgeschäften gibt und darüber im Nachtrag berichten. Ab und zu ist es auch gut, sich dem Trubel mal auszusetzen, für mich ein Belastungstrainig, mit Menschenmassen besser umgehen zu können. CU @ #annakirmes


Nachtrag:

Es war für mich ganz gut, die juristischen Querelen nur am Rande mitbekommen zu haben. Ich konnte die Kirmes genießen, das Wetter war optimal, es war nicht zu voll. Zu keinem Zeitpunkt war ich gestresst.

Die bloggenden Menschen machten viele Fotos und Videos. Auf Twitter, Facebook, Instgramm, Googel+, Snapchat wurde unter dem Hashtag #Annakirmes viel veröffentlicht. Wir benutzten noch #bloggertourdn auf Twitter und Instagramm. @annakirmes wurde ebenfalls mit unserem Content gefüllt.

Als Dankeschön gab es Freifahrkarten und als Ausklang gab es von @annazelt Getränke.

Mein ganz persönliches Re­sü­mee nach zwei Wochen Co-Working-Space Experiment

Ich bin ja wie bei so vielen Dingen der Spezialfall oder Prototyp. Meine Fähigkeiten werden ab und zu gebraucht. Ausgerechnet in einem Buch über die Börse lass ich, das Geld wie ein flüchtendes Reh ist. Jetzt polter ich auf meine Gollum Art diesem Reh hinterher. Nach einer psychiatrischen Vergangenheit wieder seriös zu werden, wird wohl noch ein Thema werden, dem ich mich widmen werde. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden sich schnell, bezahlte Arbeit ist bei mir immer noch ein Knackpunkt.

Der Platz in der Behindertenwerkstatt kostete pro Kopf 1500€ (Nicht die Rente und/oder Grundsicherung) im Monat den Steuerzahlenden, damit einfache Arbeit organisiert wird. Im Prinzip könnte ich günstiger in einem Co-Working-Space verweilen, hier und da aushelfen und mich vor allem selbst organisieren. Statt Rente und Grundsicherung würden mir 1200€ Nettoeinkommen ausreichen, oder BGE und etwas dazu verdient wäre auch noch okay.

Ich wünsche mir einen Status, meine Fähigkeiten richtig öffentlich bewerben zu können und trotzdem auch auf meine gesundheitlichen Grenzen hinweisen zu können. Grundversorgt, aber mit der Möglichkeit, offensiv mit Werbung die eigenen Dienstleistungen anpreisen zu können.

Die zwei Wochen CO_SPACE.DN haben mir gut getan. Natürlich war ich am Abend müde. Aber ich hatte keine miesen Gedanken. Das Experiment in Düren war gelebte Inklusion. Die freie Zeiteinteilung ist perfekt für mich, natürlich müssen Dinge rechtzeitig fertig werden.

Wann schafft die Politik die Rahmenbedinungen, statt mir einen viel zu teuren Behindertenwerkstattplatz zu gewähren, mich einfach machen zu lassen, grundversorgt? Und immer die sich im Körper befindliche Eigenschaft der Schizophrenie unter Beachtung und mit der Perspektive wenn es klappt, wieder Steuern zu zahlen. Wie soll denn sonst Inklusion aussehen und gelebt werden?

Ich weiß, dass das kommen wird. Ich habe auf verschiedene Dinge lange gewartet, obwohl Menschen sagten, niemals. Dann gab es das doch. Ich weiß, dass es zehn oder zwanzig Jahre dauern kann. Ich bleibe motiviert.


Nachtrag: Ich war beim Kicker Turnier erfolgreich und habe etwas gewonnen. Hach…


Ich habe meine Gedanken zu diesem Projekt in meinem Video Blog ebenfalls dokumentiert:


Und hier noch das Projekt von Noor, das den ersten Platz beim Ideen Wettbewerb für Düren gewonnen hat, “Noor erklärt…”

http://noorerklaert.de/

Zwei Testwochen für ein Experiment in Düren – CO_SPACE.DN

In der Dürener Innenstadt, in der Wirtelstrasse 41, macht die Firma win.dn im Auftrag der Stadt ein Experiment in einem leerstehenden Ladenlokal.

Mit dem CO_SPACE.DN, ein Co-Working-Space für Popup Coworking in Düren, wird zwei Wochen gestestet, ob so etwas in Düren dauerhaft genutzt wird. Der Grundgedanke ist, ein Büroschreibtisch stunden-, tage- oder wochenweise zu mieten.

Selbständige können bei der Miete sparen, haben eine Adresse für Kundentreffen und können andere Akteuere persönlich treffen, sich vernetzen usw.

Es gibt einen ruhigen Arbeitsberreich, ein andere Berreich kann zum Treffen und lockeren Austausch genutzt werden und es gibt Räumlichkeiten für eine Konferenz oder einen Vortrag, sowie ein Raum für Kreatives. Getränkebar, Essen oder Kicker machen den Aufenthalt attraktiv.

Was mache ich dort?

Ich bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Ein Mini Job auf 450€ Basis und 15 Stunden die Woche ist über die Rentenversicherung krankenversichert. Eine Selbständigkeit im ähnlichem Umfang ist dies nicht und die Krankenversicherung ist sehr teuer. Dieser Fall ist im System nicht vorgesehen und sollte von der Politik ermöglicht werden. Leider ist es sehr schwer, dorthin einzuwirken.

Trotzdem, mit Arbeitsmitteln bepackt, machte ich mich Montag auf den Weg. Ok, ich mache das Experiment mit Freunden mit, daher der Transport der Sachen.

Mein Ziel ist neben den einwirken auf die Politik Leute kennenzulernen. Der persönliche Kontakt ist immer noch das Günstigste, Netzprofile sind sehr verzerrt.

Bis sich Rahmenbedinnungen ändern, kann ich lange warten. Ich nutze die Zeit hier um Möglichkeiten zu schaffen. Im Idealfall bekomme ich einen Mini Job als IT Admin oder eine Nachfrage, die monitär ausreichend ist.

Für Freifunk könnte ich mir zusätzlich Vorstellen, einen Tag im Monat den Co-Working-Space zu nutzen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Server nun über IPV4 und IPV6 erreichbar

Seit einiger Zeit läuft der Homeserver über eine feste IPV4 Adresse mit einem bussiness Vertrag. Leider bietet der Provider keine IPV6 Adressen an. Ich habe mich nun dem Thema IPV6 gestellt. Ich hatte Vorurteile, die ich nun widerlegen konnte. IPV4 und IPV6 haben so einige Unterschiede, jedoch ist die Menge des zu Lernenden etwa gleich. Ich habe jetzt einen IPV6 Tunnel und der Server kann so erreicht werden. Seit über 20 Jahren soll das Internet nun umgestellt werden, IPV4 hält sich konservativ. Auch ich bin viel zu spät dran am Thema und werde mir die Frage stellen müssen, warum nicht eher. Ich hatte Sorge mit den langen Adressen. Nun habe ich einige Seiten über IPV6 gelesen und das praktische Umsetzen hat mir geholfen, keine Sorgen mehr zu haben. Nach einem halben Tag des Studiums und des Einrichtens des Netzwerkes habe ich das grundsätlich alles verstanden. Ich bin froh, dass die Konzentration besser geworden ist und ich noch ein wenig lernen kann. Meinetwegen kann IPV4 abgeschaltet werden.

Wieder arbeiten? – Ich lasse mich finden

Ich beziehe Rente, sie ist gering. Deshalb beziehe ich zusätzlich Grundsicherung. Seit 17 Jahren träume ich von einem Quereinstieg im IT Bereich. Wegen meiner geringen Belastung kommt nur ein Minijob in Frage. Vergangenge Ansätze scheiterten, vor allem, weil ich in die falschen Bereiche gesteckt wurde. Als Autodidakt habe ich 27 Jahre Wissen im Computerbereich gesammelt. Ich bin versorgt, doch ein Minijob wäre ein Weg raus aus der mit Beschränkung behafteten Grundsicherung. Den Weg zur Arbeit war und ist immer wieder mal Thema, zuletzt an einem Stammtisch mit Freunden.. Nun die Idee, ein XING Profil zu erstellen und gucken, ob es Interesse gibt. Meine prikäre Finanzsituation erlaubt es mir nicht, auf gut Glück teure Bewerbungsmappen zu verschicken. Ich werde auch nicht um einen Job betteln. Ich lasse mich finden. Leute, die mich kennen, schütteln den Kopf, warum ich in dem Bereich noch nicht Fuß gefasst habe. Werden nun IT Menschen gesucht? Iich lasse es darauf an kommen.

Progressiv, manchmal der Zeit vorraus

Ich laß in der aktuellen c’t (15.04.2017) den Bericht “Hirnsonde mit Medikamenten-Depot”. Zwar nicht mit Psychose umsetzbar, aber eine medizin-technische Entwiklung, die ich sehr interessant finde. Ich selbst schrieb im Januar 2006 einen nicht-wissenschaftlichen Text “De Anti – Pychose – Mütze” (In den alten Texten) mit einer Idee, die Psychosen frühzeitig erkennen und behandeln lassen, aus der Entfernung. Die benutzte Technik als Idee ist abenteuerlich.  Sollte dies bis zu meinem 95. Geburtstag doch machbar sein, war ich jetzt, bzw. vor elf Jahren schon progressiv.

Soziale Medien – Mastodon bzw. GNU social

Anfang April 2017 hypte das soziale Netzwerk Mastodon. Schon lange gibt es das OStatus Protokol. Mir war bekannt, dass es einen offenen, dezentralen Microblogingdienst gibt. Mit dem Hype springe ich auf, dierekt mit einer eigenen Server Instanz. Als Admin erschien mir GNU social leichter zu handhaben. Es ist mit den Mastodon Instanzen kompatibel. Nach etwas anfänglichen Gebastel funktionierte es dann. Ich mag dezentrale eigene Serverdienste. Somit bin ich nun etwas weniger abhänig von Twitter, Facebook & Co.