Huch, wieder arbeiten

Als im Oktober und Anfang November noch die Vorbereitungen für das Barcamp liefen, dachte ich, danach und der Dezember wird ruhig. Es kam überraschend eine Veränderung. Zu tun gibt es wohl immer was.

Vor 3 1/2 Wochen, Ende November 2017 bekam ich eine Nachricht von einer Person, die ich im Sommer beim Co-Working Space in Düren kennengelernt habe. “Matthias, guck mal, das könnte interessant für dich sein.” In Aachen suchte ein Verein für Fortbildungen im künstlerischen Bereich einen Systemadmin für 10 Stunden im Monat. Vom Zeitlichen genau, was ich suchte, um etwas dazu verdienen zu können, ähnlich wie in der Werkstatt, vom Zeitumfang aber effizienter. Ich rief an, es ging dann Schritt für Schritt weiter. Telefonat, Vorstellungsgespräch, Probearbeit ab 4. Dezember 2017.

Somit öffnete sich eine Gelegenheit und ich arbeite wieder, nachdem ich vor 1 3/4 Jahr die Werkstatt verlassen hatte. In dem Gespräch konnte ich mich darstellen, ja, ich war mal sehr krank, erlebte jedoch Genesung und weiß, worauf zu achten ist. Um den Quereinstieg als Systemadmin zu schaffen, war es genau richtig, was ich seit Jahren ehrenamtlich gemacht habe. Serveradministration für Dienste und Webanwendungen und Hosten von CMS, da hatte ich die letzten zehn Jahre was aufgebaut, worauf ich nun referenzieren kann.

Die Leute und der Ort selbst empfand ich beim ersten Treffen dort sehr angenehm. Ich bin sehr froh, mich von Anfang an nicht verstellen zu müssen und einfach ich selbst sein kann. So begann der erste Arbeitstag ohne Anspannung. Die ersten Aufgaben konnten gut erledigt werden. Natürlich werde ich die nächste Zeit mir alles genau angucken und die Dokumentation lesen, wie das vorher alles eingerichtet wurde. Ich vertraue darauf, was ich seit über 27 Jahren alles gelernt und angewendet habe. Die Probezeit wird zeigen, ob das alles passt.

Und urplötzlich habe ich nun die Chance, mich beruflich als Systemadministrator*in behaupten zu können. Somit geht es 2018 weiter, ich freue mich.

Ich stinke

Als ich von 1995 bis 2005 fast 50 Zigaretten am Tag rauchte, war das deutlich zu riechen. Als ich aufhörte zu rauchen, konnte ich selbst wieder mehr schmecken und riechen. Ich merke die Feinheiten, kann aber meist nicht viel zu Geruch oder Geschmack sagen. Tabak, Alkohol diverse Drogen kann ich zuordnen. Reinigungsmittel, Waschmittel, Kosmetika und Parfum empfinde ich als beißend.  Manches Essen (er)kenne ich.

Ich schwitze sehr schnell. Wenn ich was trage oder eine Strecke gehe, stinke ich sofort. Leute meinen, ich solle mich mehr bewegen. Ich bin meistens auch falsch gekleidet. Wenn es draußen kalt ist und ich in beheizte Räume oder Verkehrsmittel einsteige, schwitze ich binnen Sekunden. Wenn die Temperaturen bei 22°C liegen und ich mich nicht bewege, ist alles gut.

Ich dusche mich und wasche meine Wäsche. Bevor ich unter Leute gehe, dusche ich. Das Duschzeug und die Waschmittel riechen sehr unterschiedlich. Ich weiß nicht, was davon gut oder schlecht riecht. Bei langen Tagen wird es schwierig.

Zu Weihnachten bekomme ich dann nicht selten sowas geschenkt:

Deo

Ja, ich stinke, sonst würden Leute mir nicht Deos schenken. Nur dieses Zeug riecht beißend und sehr unterschiedlich, ich weiß nicht ob gut oder schlecht.

Wir reden ja alle offen miteinander, oder nicht? Ich bin vielleicht okay aber irgendwie ist es schwer zu sagen, “Du stinkst.”. Nun diese Geschenke sagen es ja dann deutlich. Wenn so eine Deo Flasche sprüht, zieht sich mein Hals zu und ich meine zu ersticken. Vielen Dank, ich soll jetzt mehrmals täglich mich ein sprühen und dieses Erstickungsgefühl haben.

Ich habe freundlich die “Geschenke” angenommen und war da wohl selbst nicht ehrlich. Wie gehen wir nun miteinander um? Ich selbst bin mit meinem Affenkörper nicht zufrieden. Wenn unsere Freundschaft nur auf Geistiges basiert, aber der Körper ekelhaft ist, sollten wir uns nicht mehr treffen und nur noch über Entfernung kommunizieren.

Ich bitte um Rückmeldung.

Nachtrag 1:

Schon Rückmeldungen nach einer viertel Stunde. 🙂 Danke.

Es gibt geruchlose Antitranspirant, die nicht gesprüht werden müssen als Deo-Creme, Deo-Roller, Deo-Sticks und Deo-Kristalle. Ich werde ausprobieren und berichten.

Ich habe mich gerade getraut, eine dieser Gasflaschen zu benutzen. Wenn ich vorsichtig bin, könnte das gehen. Ich habe mies in Erinnerung, wenn Leute volles Programm eine Gaswolke bildeten.  Das riecht, aber ich weiß nicht ob gut oder schlecht. Anscheinend wollen Menschen das so haben. Ich werde mich dann wohl daran gewöhnen müssen, bin ja kein Affe, oder?

Wieder Spiele spielen

Ich hatte eine analoge Kindheit noch und spielte Spiele ohne Computer. Viele Namen der Spiele habe ich vergessen, es waren zahlreiche. Darunter die bekannten Brettspiele Mensch ärger dich nicht, M0n0p0ly, Mühle, Schach. Die Kartenspiele Maumau, Uno, Canaster. Und so einige mehr. Natürlich auch Würfelgedöns.

Ab meinem 10. Geburtstag 1990 konnte ich Computerspiele spielen: Bubble Bobble, Rick Dangerous, Sim City, Railroad Tycoon, Giana Sisters, Test Drive, Super Hang on, Lemmings usw. noch auf einem Commodore Amiga 500. Als ich etwa 16 Jahre alt war, spielte ich sehr viel Doom und Autorennen.

Ich konnte früher schlecht verlieren. Manche Spiele waren sehr einfach, sodass das Interesse schwand. Andere waren für mich nicht zu schaffen und frustrierten mich. In meiner Jugendzeit war ich sehr frustriert, daher wohl auch das Rumgeballer mit den Ego Shootern. Meine erheblichen Konzentrationsstörungen in der Schule, beim Spielen war ich auch unkonzentriert.

Als ich über meine Psychose erfuhr, Medikamente nahm, die mich drosselten, schwand das Interesse an Spielen. Wohl, da ich mein Verhalten anfing zu ändern. So habe ich die letzten 15 Jahre sehr wenig gespielt, ich war mit dem Auffinden der Realität beschäftigt und gestaltete mich und Dinge.

Wieder Freude an Spielen finden

Vor ein paar Wochen war ich mit Freunden in einem Escape Room. Zunächst war ich besorgt, in einem Raum ähnlich meiner Wohnung zu gelangen, es war dann aber nicht so schlimm.  Ich kann überhaupt nicht sagen, wer vom Team genau was gemacht hat. Es hat mir aber sehr gefallen.  Wir hatten die richtige Schwierigkeitsstufe, wir hatten es 1 1/2 Minuten vor Ablaufen der Zeit uns aus dem Raum hinaus geknobelt.

Die letzten zwei Wochenenden habe ich mit Freunden das Pen & Paper Spiel Cthulhu gespielt. Wir haben ca. 12 Stunden für das Szenario gebraucht. Die Spielleitung durchgeführt von einem Menschen, der beruflich mit Spielen arbeitet und Computerspiele entwickelt, nutzte die Gelegenheit für neuer Spielerfahrungen, Die Gruppe war mit sieben Leuten groß, die eine Hälfte Pen & Paper Erfahren, die andere Hälfte neu dabei.

Cthulhu ist eine interessante, für mich neue Erfahrung, zu spielen. Eine Geschichte, in der die Charaktere eingreifen und die Handlung beeinflussen. Das Gelingen oder Scheitern ist vom Charakter Bogen einmal  vorgegeben und wird zusätzlich gewürfelt. Mit sehr verschiedenen Würfeln, ich hatte mein ganzes Leben nur W6 gekannt. Wir spielten im Jahr 1920 in Köln und Call und in der damaligen Realität. Cthulhu ist meistens nah an realistischen Dingen, die mysteriösen Teile nehmen nicht zu viel Platz ein.

Spiele, die mir gefallen, Leute und Freunde, die ich gerne hab. Sie mussten gefunden werden.