Annakirmes Blogger und Social Media Tour 2017 – Ich bin am Montag mit dabei

Dieses Jahr nehme ich an der Annakirmes Blogger und Social Media Tour teil, die von Markus Jakobs veranstaltet wird. Seit einigen Jahren traue ich mir wieder zu, auch zu Orten zu gehen, wo viele Menschen sind. Vor 15 Jahren war das noch undenkbar für mich, da mied ich sowas. Ich besuche trotzdem nur für eine gewisse Zeit den Ort, es ist wichtig, falls ich Nervenrappel kriege, dass ich in ein paar Minuten den Kirmesplatz verlassen kann. Die schnellen Fahrgeschäfte beobachte ich lieber, ich habe einen Wirbel, auf den ich acht geben muss, der da nicht mit machen würde. Also bin ich da etwas mehr bodenständig, das Riesenrad ginge da noch. Ich werde mal gucken, was es an “langsamen” Fahrgeschäften gibt und darüber im Nachtrag berichten. Ab und zu ist es auch gut, sich dem Trubel mal auszusetzen, für mich ein Belastungstrainig, mit Menschenmassen besser umgehen zu können. CU @ #annakirmes


Nachtrag:

Es war für mich ganz gut, die juristischen Querelen nur am Rande mitbekommen zu haben. Ich konnte die Kirmes genießen, das Wetter war optimal, es war nicht zu voll. Zu keinem Zeitpunkt war ich gestresst.

Die bloggenden Menschen machten viele Fotos und Videos. Auf Twitter, Facebook, Instgramm, Googel+, Snapchat wurde unter dem Hashtag #Annakirmes viel veröffentlicht. Wir benutzten noch #bloggertourdn auf Twitter und Instagramm. @annakirmes wurde ebenfalls mit unserem Content gefüllt.

Als Dankeschön gab es Freifahrkarten und als Ausklang gab es von @annazelt Getränke.

Mein ganz persönliches Re­sü­mee nach zwei Wochen Co-Working-Space Experiment

Ich bin ja wie bei so vielen Dingen der Spezialfall oder Prototyp. Meine Fähigkeiten werden ab und zu gebraucht. Ausgerechnet in einem Buch über die Börse lass ich, das Geld wie ein flüchtendes Reh ist. Jetzt polter ich auf meine Gollum Art diesem Reh hinterher. Nach einer psychiatrischen Vergangenheit wieder seriös zu werden, wird wohl noch ein Thema werden, dem ich mich widmen werde. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden sich schnell, bezahlte Arbeit ist bei mir immer noch ein Knackpunkt.

Der Platz in der Behindertenwerkstatt kostete pro Kopf 1500€ (Nicht die Rente und/oder Grundsicherung) im Monat den Steuerzahlenden, damit einfache Arbeit organisiert wird. Im Prinzip könnte ich günstiger in einem Co-Working-Space verweilen, hier und da aushelfen und mich vor allem selbst organisieren. Statt Rente und Grundsicherung würden mir 1200€ Nettoeinkommen ausreichen, oder BGE und etwas dazu verdient wäre auch noch okay.

Ich wünsche mir einen Status, meine Fähigkeiten richtig öffentlich bewerben zu können und trotzdem auch auf meine gesundheitlichen Grenzen hinweisen zu können. Grundversorgt, aber mit der Möglichkeit, offensiv mit Werbung die eigenen Dienstleistungen anpreisen zu können.

Die zwei Wochen CO_SPACE.DN haben mir gut getan. Natürlich war ich am Abend müde. Aber ich hatte keine miesen Gedanken. Das Experiment in Düren war gelebte Inklusion. Die freie Zeiteinteilung ist perfekt für mich, natürlich müssen Dinge rechtzeitig fertig werden.

Wann schafft die Politik die Rahmenbedinungen, statt mir einen viel zu teuren Behindertenwerkstattplatz zu gewähren, mich einfach machen zu lassen, grundversorgt? Und immer die sich im Körper befindliche Eigenschaft der Schizophrenie unter Beachtung und mit der Perspektive wenn es klappt, wieder Steuern zu zahlen. Wie soll denn sonst Inklusion aussehen und gelebt werden?

Ich weiß, dass das kommen wird. Ich habe auf verschiedene Dinge lange gewartet, obwohl Menschen sagten, niemals. Dann gab es das doch. Ich weiß, dass es zehn oder zwanzig Jahre dauern kann. Ich bleibe motiviert.


Nachtrag: Ich war beim Kicker Turnier erfolgreich und habe etwas gewonnen. Hach…


Ich habe meine Gedanken zu diesem Projekt in meinem Video Blog ebenfalls dokumentiert:


Und hier noch das Projekt von Noor, das den ersten Platz beim Ideen Wettbewerb für Düren gewonnen hat, “Noor erklärt…”

http://noorerklaert.de/

Zwei Testwochen für ein Experiment in Düren – CO_SPACE.DN

In der Dürener Innenstadt, in der Wirtelstrasse 41, macht die Firma win.dn im Auftrag der Stadt ein Experiment in einem leerstehenden Ladenlokal.

Mit dem CO_SPACE.DN, ein Co-Working-Space für Popup Coworking in Düren, wird zwei Wochen gestestet, ob so etwas in Düren dauerhaft genutzt wird. Der Grundgedanke ist, ein Büroschreibtisch stunden-, tage- oder wochenweise zu mieten.

Selbständige können bei der Miete sparen, haben eine Adresse für Kundentreffen und können andere Akteuere persönlich treffen, sich vernetzen usw.

Es gibt einen ruhigen Arbeitsberreich, ein andere Berreich kann zum Treffen und lockeren Austausch genutzt werden und es gibt Räumlichkeiten für eine Konferenz oder einen Vortrag, sowie ein Raum für Kreatives. Getränkebar, Essen oder Kicker machen den Aufenthalt attraktiv.

Was mache ich dort?

Ich bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Ein Mini Job auf 450€ Basis und 15 Stunden die Woche ist über die Rentenversicherung krankenversichert. Eine Selbständigkeit im ähnlichem Umfang ist dies nicht und die Krankenversicherung ist sehr teuer. Dieser Fall ist im System nicht vorgesehen und sollte von der Politik ermöglicht werden. Leider ist es sehr schwer, dorthin einzuwirken.

Trotzdem, mit Arbeitsmitteln bepackt, machte ich mich Montag auf den Weg. Ok, ich mache das Experiment mit Freunden mit, daher der Transport der Sachen.

Mein Ziel ist neben den einwirken auf die Politik Leute kennenzulernen. Der persönliche Kontakt ist immer noch das Günstigste, Netzprofile sind sehr verzerrt.

Bis sich Rahmenbedinnungen ändern, kann ich lange warten. Ich nutze die Zeit hier um Möglichkeiten zu schaffen. Im Idealfall bekomme ich einen Mini Job als IT Admin oder eine Nachfrage, die monitär ausreichend ist.

Für Freifunk könnte ich mir zusätzlich Vorstellen, einen Tag im Monat den Co-Working-Space zu nutzen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.