Was 2016 wirklich wurde

Was das selbständige Arbeiten angeht, habe ich einen deutlichen Dämpfer bekommen. Ich hatte mich beim Finanzamt und vor allem bei der Krankenkasse informiert. So, wie ich mir das vorgestellt hatte, etwas dazu zu verdienen, nebenberuflich und über die Rente krankenversichert zu sein, geht nur, wenn der Umsatz unter 72 Euro bleibt. Eine Firma mit monatlich 72 Euro Umsatz, da bekomme ich ein Vogel gezeigt. Ich müsste von 0 auf ca. 2.500 Euro Umsatz kommen, wäre dann aus jedem Schutz raus. Das ist mit einer im Körper sitzenden Schizophrenie sehr unrealistisch. Daher habe ich mich entschlossen, jegliches Gewerbe nicht auszuführen.

Zu arbeiten gibt es jedoch so genug. Auch wenn ich zwölf Stunden Schlaf benötige, so habe ich für die Tagesstruktur ehrenamtliche Tätigkeiten, die ausfüllend sind. Ob bei Freifunk, dem Psychseseminar, bei Mensa, ich habe Leute um mich, die mir gut tun und auch einen großen Teil davon gute Freunde sind. Die beiden Interessen Psychiatrie und IT stehen sich nicht im Weg, sie ergänzen zueinander. Die Freifunk Initiative hat sogar den Ehrenpreis des Kreis Düren 2016 bekommen. Wenn ich an vor zwei Jahren denke, wie Freifunk im Kreis Düren begann, macht mich der Preis und die Entwicklung glücklich.

Die Idee eines Hackspaces in Düren ist nicht tot, jedoch ist es nach wie vor schwierig. Aktuell denken wir über einen großen Container nach, der umziehen könnte, unser Eigentum wäre und nur wenig Miete für ein Standort kosten würde plus Strom, Internet und Toilette. Bei Freifunk und Dr3n N3rdtreffen waren genug Leute, die Interesse hätten und teiweise sogar ccc nah sind.

Webseite oder Buch? Ich habe so meine Probleme, ein Buch zu strukturieren und meine Schreibfaulheit sollte überwunden werden. Das wird so schnell nicht umgesetzt. Seit Jahren twitter ich aber. So kann in Echtzeit meine Gedanken und Interessen gelesen werden. Soziale Medien, nach vielen Jahren können sie den Umfang eines Buches haben. Wir werden sehen, was daraus wird.