Ich habe kein Schiff, um Menschenleben zu retten

Und Geld ist auch überschaubar. Also biete ich ein wenig Datenschutz für Menschen, ich betreibe seit wenigen Tagen bewusst ein Tor Exit Node.

https://www.kilo-byte.de/die-bewuste-entscheidung-fuer-einen-tor-und-freifunk-exit-node/


Eigentlich ist das nur ein Test, um festzustellen, wie es wird, falls ich ein offenes W-LAN Netz mal betreiben sollte.

Habt ein Auge auf mich, Anonymisierung anderen Menschen zu bieten, wird zunehmend kriminalisiert.

Eigene dezentrale Infrastruktur

Der Cloud Trend ist enorm. Es gibt gewisse Vorteile, doch die Cloud sollte zusätzlich betrieben werden. Wer alles outsourced, na gut. Wenn ich höre, “wir gehen in die Cloud”, höre ich, “wir sparen uns den Admin und geben unsere eigene Infrastruktur auf”.

Die Annahme ist, dass alles funktioniert und mit Verträgen alles geregelt ist. Was ist jedoch, wenn der Internetanschluss down ist, wenn Rechnungen nicht gezahlt werden können oder dem Cloudanbieter gute und motivierte Leute fehlen und das Vertragliche nicht mehr umgesetzt wird? Dann ist alles erst mal nicht verfügbar oder ganz weg. Multicloud, viel Freude beim (nicht) fehlerfreien syncen.

Okay, gute und motivierte Admins gibt es möglicherweise auch nicht genug und das Problem ist dann mit eigener Infrastruktur gleichwertig. Die Politik erzählt was von digitaler Transformation. Bei Bildung wird grundsätzlich fast nur an Programmieren gedacht. Das Thema Systemadministration und Schaffung und Erhalt von Infrastruktur ist ausgeblendet. Das bedeutet komplette Abhängigkeit von externen Größtanbietern.

Es wäre schön, wenn neben Programmieren lernen auch das Aufsetzen von eigenen Servern vermittelt werden würde. Ein Server kann, aber muss nicht im Rechenzentrum stehen. Es ginge auch ein kleiner Cluster, der denzentral in der Firma oder zuhause und im Rechenzentrum steht. Ein Homeserver braucht nur Internet und Strom.

Für Privatpersonen und kleinen Vereinen und Firmen ist selbsthosten eine gute Idee, Hoheit über die Daten ermöglichen gute Umsetzung für den Datenschutz. Es gibt zahlreiche kostenfreie Opensource Lösungen, die alle Alpha Apps überflüssig machen würden. Das Geschrei, Google, Apple, Microsoft, Facebook und Amazon regulieren zu müssen, ist groß. Leider leben nur wenige das mit eigener Infrastruktur vor.

Der Ausfall

Es gibt bei den großen Anbietern genau so Ausfälle, wie mit der eigenen Technik. So oder so können Tag für Tag Millionen Menschen zeitweise nicht arbeiten. Sind die Großen auf Katastrophen eingestellt? Gibt es staatliche Sicherungen? Ich fürchte nein.

In Fall der Fälle kann ich mit Photovoltaik, Windrad und Backup Akku so weit, wie das W-LAN reicht, Webdienste hyperlokal anbieten. Ein Wikipedia und Openstreetmap Cache, Social Media mit Mastodon, Video (live) Streaming, Wekan, Gitlab und Etherpad für Orga, Mediawiki und Webseiten für Infos, als Beispiele.

Im Katastrophenfall ist das sehr gut zu gebrauchen. Und für Events ist das ein nice to have, wenn das Internet wegbricht.

Groß denken

Eine andere Variante ist, wie ich mir das vom Staat vorstelle, bzw. wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk eventuell das umsetzen könnte. Wie gerade Beschrieben die lokalen Dienste dezentral vor Ort an Windrad- und Solarparks, mit LTE und G5 Anbindung mittels Roaming mit jeder SIM Karte. So ist im Fall der Fälle ein Dorf oder Stadtteil mit einem dezentralen Netz ausgestattet, einer Litfaßsäule 2.0.

Warp 3 im Mai – Ich werde freiberuflich tätig

Vor wenigen Wochen habe ich von der Flexirente gehört. Die Zuverdienstmöglichkeit zur Erwerbsunfähigkreitsrente kann freiberuflich erfolgen und zwar schon seit Anfang 2017. Im Rahmen von 15 Stunden die Woche und 6000 Euro Gewinn im Jahr ist man noch Krankenversichert, bzw. es müssen nur die regulären Sozialabgaben prozentual, wie üblich, abgeführt werden. Wenn ich diese Stufe erreiche, wachse ich aus der Grundsicherung. Ob ich später über die Grenze gelange, dass der Gewinn auf die Rente angerechnet wird, wird sich zeigen. Ab 17500 Euro pro Jahr würde ich Steuern zahlen und meinen Schuldenberg abtragen können. Ich brauche Kunden.

Am 16. Mai 2019 habe ich die Meldung beim Finanzamt Düren gemacht und einen Tag später das Sozialamt Langerwehe, die Rentenkasse, die Krankenkasse und die Insolvenzverwalterin informiert. Für die Institutionen müssen Bögen ausgefüllt werden, da bin ich dran. Der Fragebogen vom Finanzamt ist wichtig, um die Steuernummer zu bekommen. Diese muss auf den ausgestellten Rechnungen aufgeführt sein. Ein Konto für die freiberufliche Tätigkeit wurde eröffnet.

Somit kann die Tätigkeit Computer- und Netzwerkadministration, IT Beratung starten.

https://schmidt-matthias.com

Beim hauptcwartier cowork Düren habe ich einen Büroarbeitsplatz. Das Projekt an dem Prototypen soll weiter gehen. Wenn damit ein Produkt entsteht, wird es wohl auf eine GbR hinauslaufen. Das wird sich auch zeigen. Sonst ist meine neue Tätigkeit im Digitalen kompatibel mit den Förderbedingungen des Cowork Platzes.

Alle bisherigen Aktivitäten im Ehrenamt können weiter gemacht werden.

Der Sprung ins Jahr 2019

Puh, was für ein Tag! Um kurz vor Vier in der früh hellwach geworden, zumindest war ich aber schon um zehn Uhr am Abend rasch eingeschlafen. Und dann ist es ein relativ langer Tag geworden und was geschaft. Über den Mittag hatte ich etwas Powernapping gemacht. Leute, die mich kennen, wissen, was das bedeutet. Aber es gibt ab und wann den Tag mit viel Energie. Den müden Tag gibt es ja auch ab und zu.

Ich war schon um halb Neun im @hauptcwartier und heute habe ich diverse Dinge am Prototypen getestet. Im IT Bereich kann jeden Tag was neues entdeckt werden. Es gibt gerade mehrere Ideen für eine Umsetzung, wie es genau wird, findet sich noch. Es sieht aus, dass ich in ein Startup gerate, dazu gleich mehr. Es gibt ein Produkt, das sehr konkret wird. Und da ich es mit toller Opensource Software in einer speziellen Konfiguration selber baue, kann ich stolz sein, von einem Ding, das ich kenne. Ganz alleine mache ich das dann auch nicht, das Kernteam sind gerade drei Leute.

Ich wollte zum Jahreswechsel 2018/2019 was bloggen, ich hatte eine Schreibblockade, jedoch heute passt es sehr gut, trotz dieses langen Tages wird es den Text heute noch geben. 2018 hatte einen gewissen Schwung, 2019 hat das Potenzial, dass der Schwung weiter geht. Die Arbeit als Sysadmin in der Bleiberger Fabrik ist gut und ich habe ein Gespür, was geht und was nicht geht. Bei meiner Biografie ist das sehr wichtig.

Das Geld ist (noch) überschaubar. Im November konnte dank Unterstützung von Freunden, Familie und aus dem Umfeld, wo ich ehrenamtlich arbeite, Spezialhardware gekauft werden. Damit sind einerseits coole Freifunk Dienste machbar, aber auch für ein kommerzielles Startup Produkt hat es das Zeug, sogar im Kathastropenfall gibt eine Einsatzmöglichkeit.

Die Krönung 2018 war die Fahrt und Präsentation auf dem Chaos Communication Congress in Leipzig. So ziemlich mein gesamtes soziales Umfeld in Düren und Aachen hat es möglich gemacht. Die Mitfahrt hin in einem Tesla Model S und zurück mit einem Model X war dazu noch eine positive Erfahrung, im Winter knapp 700 km mit Elektromobilität ohne Probleme zu bezwingen. Vielen Dank für die Unterstützung!

Düren hat nun diesen Co-working Space. Beim zweiwöchigen Test Co-working Space im Sommer 2017 war ich doch schon auf den Geschmack gekommen, übrigens über einen Kontakt dort bin ich Ende November 2017 zu Bleiberger Fabrik gekommen. Ich konnte den Quereinstieg als Sysadmin machen, bei meiner Biografie war das nicht selbstverständlich. Die ca. zehn Jahre vorher im Ehrenamt verbunden mit kleine IT Projekten hatten sich gelohnt, etwas, worauf ich referenzieren konnte war zumindest vorhanden.

Heute war nun ein gemeinsames Frühstück im neuen Hauptcwartier Coworking Space zu Düren. Es gab auch eine große Eröffnungsfeier, doch so allmählich komme jetzt die eigentlichen Leute, die das Düren Digital Network sein sollen und das Frühstück war gleichzeitig eine Gesprächsrunde. Mit einer Vorstellungsrunde. Das ist ja der Knackpunkt bei mir. Ok, eine kurze Vorstellung des Projektes, das ich gerne Infrastruktur baue und als Anekdote musste mein Telegrafen-Ur-Ur-Opa herhalten, der vor 150 Jahren zwischen der Ukraine und dem damaligen Persien Infrastruktur hochgezogen hatte.

Ich bin mittlerweile drei Jahre älter, als dieser Ur-Ur-Opa selber alt geworden ist. Daher der aufkommende Mut, in ein Startup zu gehen. In der Vorstellungsrunde heute habe ich meine Biografie erst mal ausgeblendet.

Und dann stellt sich eine Person vor mit interessanten Ideen. Später stellt sich herraus, diese Person war auch schon mehrmals auf dem Congress vom Chaos Computer Club. Was die WIN.DN und das Hauptcwartier wohl noch gar nicht so genau weiß ist, dass in und um Düren mindestens ein bis zwei Dutzend Leute dem Chaos Computer Club sich nahe fühlen und den Congress besuchen. Da diese Leute selber kaum wissen, dass CCC Menschen hier leben, wissen andere das erst recht nicht. Beim Dr3n N3rd Treffen, bei Freifunk Düren und mittlerweile beim Congress, wissen die Leute voneinander. Wenn Düren ein Digital Network schaffen möchte, so sei gesagt, dass es neben den Coworking Space das Potenzial eines Hackspaces in Düren gibt.

Ich beziehe eine Frührente, die alleine theoretisch ein minimalistisches Leben ermöglicht. Doch da ich zu Miete lebe, benötige ich die Grundsicherung mit allen Vor und Nachteilen. Bei mir ist es zufällig ziemlich genau der Mietpreis, was den Anteil der Grundsicherung aus macht. Ich hatte keinen Erfolg, als autarkes Haustier aufgenommen zu werden. Ich darf auf 450 Euro Basis arbeiten, was dann Stück für Stück, also 70% angerechnet wird. Meine Arbeit als Admin umfast 10 Stunden im Monat, ich bin noch in der Grundsicherung.

Es gibt sicherlich auch andere Tätigkeiten. Nur, als Essensfahrende Person z.B. ist die Reputation doch um einiges schlechter. Es geht nur Stück für Stück voran, aber ich baue hier und heute auf den Sysadmin auf, nicht auf den Pizzafahrer von vor zwanzig Jahren.

Der steinige, lange Weg, nach der Psychose wieder Seriös zu werden, er dauert vielleicht länger, als 95% meiner bekannten Vorfahren an Lebenszeit hatten. Was habe ich zu verlieren? Es geht halt nur über persönliche Kontakte weiter. Und bei diesen Menschen muss ich mich erst etablieren.

Es ist vielleicht der Segen, mit einer hohen Lebenserwartung das zu kitten. Dorothea Buck ist für mich nicht mehr die Hoffnung, sondern bald die Gewissheit, was geht. Sie lebt seit über 60 Jahren ohne Medikamente symptomfrei. Sie hatte es mit 19 Jahren abbekommen, ich war auch 19. Mit dem Privileg, erst 1980 geboren zu sein, habe ich die schonendere Variante der Psychiatrie erlebt. Und das war schon heftig genug. Sie wird morgen in einer Woche 102 Jahre alt.

Ich merke bei mir, dass ich die Medikamente weiter brauche. Ich merke, worauf ich zu achten habe. Daher schlafe ich gleich, ich werde schlafen, und zwar nach dem Tag lange genug.

Es fast sich der Entschluss, die Selbtständigkeit zu wagen und das Sozialsystem zu verlassen. Ich kenne drei Menschen, die das geschafft haben.

Mathematisches Dogma ausnahmsweise aussetzen, damit Dinge wie die Weltformel oder Einfacheres besser funktioniert

Mathematische Beweise sind hart, doch hält sich die Welt immer daran? Vor ein bis drei Jahren war ich beim Chaos Computer Club Köln bei einem Vortrag über Laser. Ich muss unbedingt den Namen der vortragen Wissenschaftlerin recherchieren. Während des Vortrages kam von ihr die Frage in den mit über 50 Leuten gefüllten Raumes, wie hoch die Energie in einem Brennpunkt ist. Ich hatte das Bedürfnis “unendlich” zu sagen und sie bejahte die Antwort.

Vom Hacking weiß ich, dass manchmal eben nicht das verschulte Wissen alleine festnagelt, was funktioniert. Ich hatte früher in der Schule Probleme, mir mathematische Beweise zu merken und zu verstehen. Doch das räumliche Vorstellungsvermögen ist schon recht gut. Das Arbeitsamt hat deshalb mich zur Technischen Zeichner*in gemacht. Aber ich kann mir ohne Probleme mehr als Dreiecke und Kreise vorstellen, mit denen schon 99% der Welt darstellbar ist. Unendlichkeit und n-Dimension hat bei mir eine gute Vorstellung. So auch dieser Brennpunkt, einen richtigen Punkt und nicht wie sehr viele Menschen einen Klecks meinen.

Mathematische Beweise sind hart, in Wissenschaftsbetrieben wird schnell aussortiert, was nicht passt. Die Weltformel, aber auch trivialere Dinge funktionieren einfach nicht. Mir fehlt die Ausbildung, jedoch beschäftigt mich seit über zwanzig Jahren, warum wehement die Division durch Null von der Mathematik verbietet wird. Könnte es nicht sein, das es “Sowohl als auch” Zustände bei Beweisen der Mathematik gibt, richtiges Paradox, mal so, oder so? Jetzt die Tage hatte ich die Vorstellung mit dem Brennpunkt genauer gesehen.

Wenn Raum und/oder Zeit durch einen Punkt geteilt wird, findet eine Division durch Null statt. Das Ergebnis ist Unendlich.

Computer können perfekt die Null darstellen, Unendlichkeit ist außer mit einem Symbol gar nicht darstellbar. Die Informatik soll alles lösen, doch so, wie es aussieht, kann am Rand gar nicht damit gerechnet werden.

Was wäre, wenn mit einer Ausnahme des mathematischen Dogmas Dinge dargestellt werden und vielleicht sogar funktionieren? In meiner persönlichen Biographie habe ich die sehr tief sitzende Erfahrung gemacht, wie der Rahmen der Realität dynamisch ist, je nach Zeitpunkt.

Ich darf mich aus gesundheitlichen Gründen nur stundenweise mit solchen Themen beschäftigen. Eine ständige lebenslange Forschung ist nicht möglich. Doch ich suche Kontakt zu Menschen, die da so unendlich viel mehr Ahnung haben. Vielleicht gab es den Gedanken schon öfters bei anderen Leuten und ich habe nichts selbst gefunden.

Doch ich habe die feste Überzeugung, daß Dinge so doch funktionieren können.

Kommunikation

Es ist ein Leichtes, wenn Leute etwas nicht verstehen und dies als Verrückt deklassieren. Anders herum weiß ich von toxischen Themen im Zusammenhang mit Schizophrenie. Ich bin dankbar für Menschen, die verstehen, worauf ich hinaus will und mir verdeutlichen, wo ist der psychotische Holzweg und wo ist der eventuell hochinteressante andere Blick auf etwas. Dann und wann kann eine verrückte Idee die Welt verändern, eine Idee muss manchmal von mehreren Menschen gedacht werden, bis sie eine Umsetzung findet.

Nachtrag 1. Februar 2019

Unmittelbar, nachdem ich den Text geschrieben hatte, haben fünf Freunde mich wieder eingefangen. Ein Twitteraustausch der besonderen Art, Unitwitter. Ich bin weiter gekommen und es gibt weiteres zum Lernen. Mein Gehirn macht manchmal Abstecher in Sackgassen. Hier könnt ihr lesen, wie gute Menschen mir helfen. Sie geben mir Ruhe in Dinge, die mich sonst zu stark beschäftigen.

Ich brauche Gehirne, vielleicht wissen @FuzzyLeapfrog @HeptaSean @Mandelbroetchen @LittleDetritus bescheid oder kennen wen. Alle anderen sind auch gefordert.

Ui, schwierig. Also, es gibt Erweiterungen der reellen Zahlen, in denen es unendlich große und unendlich kleine (aber immer noch von Null verschiedene) Zahlen gibt. “Nichtstandardanalysis” in der Wikipedia wäre da ein möglicher Einstieg. Durch Null Teilen geht aber auch da nicht.

Im Studium hatte ich mal die fixe Idee analog zu “Wurzel von -1 ist i” einfach “1 geteilt durch 0 ist w” zu definieren. Macht aber vermutlich Null Sinn.

Muss mich korrigieren: Geht doch, macht aber seltsame Dinge: https://en.wikipedia.org/wiki/Wheel_theory

Ja, geht halt nicht sinnvoll. … Vielleicht so: Man kann ein, zwei oder dreieinhalb Kuchen wunderbar auf zwei, fünf oder siebeneindrittel Personen aufteilen, aber auf null Personen aufteilen ergibt einfach keinen Sinn.

Ach, und wegen Darstellung im Computer: Der wichtigste Standard für Fließkommazahlen im Rechner definiert 1/0 als +∞, aber 0/0 als “keine Zahl”: https://de.wikipedia.org/wiki/IEEE_754#Interpretation_des_Zahlenformats

Dass der Grenzwert einer Konstanten geteilt durch eine Zahl, die gegen Null strebt, gegen unendlich geht, ist auch in der Mathematik bekannt und erlaubt. Daraus sind Dinge wie Ableitungen oder Integrale entstanden.

Ist es physikalisch überhaupt richtig, dass bei einem Laser im idealen Brennpunkt die Energie unendlich ist? Wenn doch, ist der Raum durch Null geteilt.

Interessant wird es, wenn sowohl Zähler als auch Nenner gegen Null oder unendlich streben, denn dann kommt es darauf an, wer mit der größeren Geschwindigkeit sich den Grenzen nähert. Vergleiche Achilles und die Schildkröte.

Also ein Raum Zeit Brennpunkt Dingens.

Mathematische Programme rechnen erstmal ohne Probleme mit unendlich und können auch durch Null teilen. Allerdings gibt es unendlich viele Arten von Unendlichkeit, weswegen “die Unendlichkeit” als Objekt so erstmal nicht existiert.

Also Äpfel Birnen Dings. Verschiedene Unendlichkeiten, da pflippt die Religion aber aus.

Dazu empfehle ich Hilberts Hotel: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hilberts_Hotel

Ja, das ist okay, von der Mathematik her. Was sagt die Physik zu dem perfekten Brennpunkt? Die zweite Behauptung ist, dass die Welt sich manchmal nicht an die Mathematik hält.

Unendliche Energie aus dem Nichts geht physikalisch nicht. Irgendwann wird relevant, dass Photonen selbst nicht unendlich klein sind, sondern eine Größe haben und so.

Da muss jetzt der Mensch her, die den Laservortrag vor zwei Jahren beim @ccc_koeln gehalten hat.

Da sind wir bei den unendlichen Kardinalzahlen, also natürliche Zahlen sind genau so viele wie Brüche, sind genau so viele wie noch alle Wurzeln dazu, aber die reellen Zahlen sind viel mehr. Dann gibt es noch die unendlichen Ordinalzahlen, die sich subtil anders verhalten.

Es ist andersrum: Mathematik wird benutzt, um die physikalische Welt (mehr oder weniger genau) zu beschreiben. Die Welt muss sich da nicht dran halten, aber unsere Beschreibungen sind halt schon verdammt gut.

Nur die Weltformel haut hinten und vorne nicht hin, weil dogmatisch gedacht wird. Das ist eine verdammt gute Beschreibung.

Wenn Du gerade Geometrie machst, dann hat ein Punkt keine Ausdehnung, “ist” also in gewissem Sinne null. Wenn Du Physik machst, kommt es ganz darauf an.

Soll ein neuer Trend sein, Physik geometrisch darzustellen. Ich denke sehr geometrisch dabei, ja.

Im idealen Brennpunkt wäre nicht die Energie unendlich, sondern die Energiedichte, also die endliche Energie des Lasers geteilt durch den Punkt mit Fläche Null.

Ah, ok, dass ist ein weiterer wichtiger Begriff hier.

Ja, danke, dann weiß ich Bescheid und korrigiere den Blogeintrag. Heute keine Weltformel und ich kann ruhig schlafen und habe was gelernt. Auf die Gehirne.

Verstehe zu wenig von Quantenphysik, um zu beurteilen, ob da zu dogmatisch gedacht wird. … Ich denke aber, dass man kaum eine geniale, neue Weltformel finden wird, wenn man das, was die heute machen, nicht nachvollzogen hat. Die sind ja nicht blöde.

Ein theoretischer Physiker wäre da wohl ein passender Ansprechpartner. Wenn es darum geht, über Polstellen hinweg zu integrieren oder durch Renormierung Unendlichkeiten in der Theorie loszuwerden, sind die weniger zimperlich als Mathematiker.

Geometrisch hat schon Newton die Physik dargestellt, dankbarerweise mit einer Variante von Geometrie, die man mit Schulwissen verstehen kann. Neuere Physik benutzt da viel obskureres Zeug.

Soll heißen, es gibt durchaus Fälle, in denen ein Integral über eine unendliche Polstelle endlich ist bzw. man unendlich von unendlich “abziehen” kann. Grob gesagt.

In den Mentions habe ich ja noch einen Theoretischen Quantenphysikmensch. Es ist spannend.

Der Laser mit dem Brennpunkt ist da ein Beispiel. Ganz egal wie klein der Punkt ist, das Integral ergibt immer die Energie des Lasers – im Grenzfall auch bei einem idealen Punkt.

Es gibt mathematisch saubere Ansätze in der theoretischen Physik mit Singularitäten umzugehen. Ich schreibe Heute Nacht da mal was zu.

Mit “nicht zimperlich” wollte ich auch nicht sagen, dass das mathematisch nicht sauber ist. Mathematiker erzählen einem aber meist erst stundenlang unter welchen Voraussetzungen man überhaupt anfangen darf, darüber nachzudenken

Ok, das gefühlte Dogma der Mathematik in meiner Behauptung. Sehr interessant, was hier jetzt realistisch ist.

Gedankenpolizei!

Ein Konsens, es braucht ein Konsens, die Mitte (zwischen Null und Unendlich). Ein Mitte Symbol.

Ich möchte mich noch bei allen theoretischen Physiker*innen entschuldigen, die ich oben ausgeschlossen hatte.

Es gibt ja diese Idee, dass sowohl bei Teilchen als auch Wellen irgendwas darunter liegt, was die Information gibt, dass es weiß, was es sein soll.

Eine unendliche Energiedichte mit endlicher Energie. Was hat das zu bedeuten ist die nächste Frage. Ist das Gefährlich?

Das werden jetzt ein paar mehr Anmerkungen: i) Punkt =! Punkt Im Rahmen wissenschaftlicher Theorien nimmt jede Theorie ihre eigene Begriffsbildung vor. Was ein Punkt ist liegt daher daran in welchem Kontext man sich bewegt.

ii) Punkt in der Mathematik Namensgebung für Objekte in der Mathematik ist vollkommen beliebig, Hilbert sagte mal: “tatt „Punkte, Geraden und Ebenen“ kann jederzeit auch „Tische, Stühle und Bierseidel“ gesagt werden.”

In der Projektiven Geometire und der Graphentheorie können Punkte und geraden, respektive Knoten und Kanten jederzeit beliebig vertauscht werden. Im Kern geht es darum Strukturen zu verstehen, Anschauung ist da eher hinderlich.

iii) Punkt in der Physik Der einzige mir bekannte Begriff in der Physik der ein physikalisches Objekt beschreibt und als Punkt benannt werden kann ist das Elektrons in der klassischen Elektrodynamik. Das lässt sich mathematisch mit Hilfe von Distributionentheorie gut einfangen.

iv) Energiedichte Dichten werden immer für infinitesimale Raumelemente angegeben. Die Diskussion mit der Dame in Köln war da glaube ich irreführend. Sie wusste was sie sagt aber ich glaube es gibt ein Missverständnis, denn …

v) Physik diskutiert Modelle Physik beschreibt die Welt mit Modellen. Diese stimmen mindestens in einer Eigenschaft mit der Realität nicht überein. Man approximiert sukzessive die Wahrheit und in den Grenzbereichen “Was ist die Energiedichte in dem Punkt?” brechen die zusammen.

vi) Das ist nicht Schlimm – es funktioniert Die Modelle tun ihren Job. Die klassische Quantenmechanik erlaubt uns, dass diese wunderbaren technischen Geräte funktionieren. Die Relativitätstheorie die inhärent keine Quanteneffekte beschreiben ist Grundlage damit GPS funktionieren.

Es gibt schlicht nur die Energiedichte des infinitesimalen Raumelements das auch den Brennpunkt umschließt. Nicht die Energie im Punkt.

Kurz gefasst: Begriffe aus unterschiedlichen Theorien zusammenzuwerfen führt zu Verwirrungen. Teilen durch das Grundlegende Konzept der 0 gibt es so nicht. Es ist möglich eine mathematische Theorie konstruieren die 1/0 = w gesetzt nimmt. Interessant ist die vermutlich weniger.



Nach weit über zwanzig Jahren wieder programmieren und löten können

Von 1990 bis 1996 habe ich ein wenig AmigaBASIC und QBasic programmiert. Ab meinem 14. Lebensjahr (1994) hatte ich angefangen, Körper und Geist zu vergiften, es war so einiges nicht mehr möglich. 1995 wollte ich einen Roboter bauen aus alten 286ern und Schnittstellenkarten. Mit einer Schulfreund_in  gingen wir einige Computerläden ab, auf der Suche nach alter Hardware.  Ein Laden hatte was für uns, doch der Roboter sollte nie gebaut werden. Unkenntnisse in Elektronik und Kosten hätten das Projekt schnell scheitern lassen. Doch zwei Jahre ging ich mehrmals die Woche nach der Schule in diesen Laden, lernte Computer zu testen und zu reparieren. Als der Laden schloss, hatte ich einige Sachen mitgenommen, sodass ich im Elternhaus im Keller eine kleine Werkstatt einrichten konnte.

Vor wenigen Wochen startete ein Robotorprogrammiergrundkurs und ich nahm das Kursangebot an. Ich wurde aktiviert und urplötzlich bin ich nach 23 Jahren in der Lage, wieder programmieren zu können. Und Teile für ein Roboter zu bauen gibt es als Bausatz. Bei dem Bausatz fehlten Teile, Platinenabstandshalter. Ich hatte noch welche aus dem Computerladen. So kommt nach langer Zeit etwas zusammen und das Projekt wurde fertiggestellt.

Hier der Programm Code: https://gitlab.v3g.de/vegms/arduino-roboter-programmier-grundkurs

Mit den Psychopharmaka ab 2000 hatte ich extrem zittrige Hände. Löten war extrem schwer für mich. Die Entgiftung, die zehn bis 15 Jahre dauerte hat es nun möglich gemacht, dass ich Körper und Geist wieder sehr gut nutzen kann.

Eine Lötübung mit 170 Teilen und 485 Lötpunkten konnte in neun Stunden ohne einmal Nervenrappel kriegen erfolgreich durchgeführt werden. Es war ein freudiger Tag für mich.

Mit dem Arduino kann ich einige Projekte umsetzen, wovon ich lange geträumt habe. Unter anderen einen Altair 8800 Nachbau umsetzen. Dieses System gibt mir die Möglichkeit, ganz einfache Grundlagen in Assembler Programmierung zu lernen. 8080 Assembler ist sehr überschaubar, es wird schnell komplex. Die Erkenntnis der letzten Wochen, mit 8086 Assembler hätte ich die Text Adventures von vor 25 Jahren auch programmieren können.

Es wird einiges folgen. Ich bin motiviert, weiter zu machen mit den Arbeitsspielsachen. Ja, Dinge die Arbeit und Freizeit gleichermaßen bereichern.

Gollum spart Strom

Vor Jahren hatte ich schon einmal Technik getauscht, um Strom zu sparen. Es ist dann wieder mehr Energieverbrauch geworden.

Ich nutze nun eine kleine Solaranlage, die Strom direkt ins Wohnungsnetz einspeist. Ist leider nicht so viel, da die Module sehr ungeeignet hinterm Fenster hängen. Es ist immer noch sehr hell, habe viel Fensterfläche.

Da der Server und die Router ständig laufen, wird der selbst erzeugte Strom direkt verbraucht. Die Einspeisung erfolgt über ein Wechselrichter, der mit einem Stecker direkt in die Steckdose angeschlossen wir. Es müssen die 50 Herz synchronisiert werden.

Auch solch kleine Anlagen müssen bei der Netzbetreiberin und Bundesnetzagentur gemeldet werden.

Vor ein paar Monaten ging mein Kühlschrank kaputt. Das alte Gerät hatte auch schon einen sparsamen Verbrauch. Nun ist es ein Kühlschrank wie in einem Hotel, aber mit Kompressor, der die Hälfte frisst, als zuvor. Ich habe vier Supermärkte im Ort und es gibt Geschäfte, ich bin trotz Minikühlschrank bestens versorgt.

Als ich vor drei Jahren einen Business Internet Vertrag bekam, brauchte ich einen Router. Es sollte etwas aktuelles und sicheres sein, doch Router können teuer werden. Es wurde dann ein PC verwendet, erst mit Smoothwall, dann mit pfSense. Der Wechsel auf einen Kleincomputer APU.2C2 spart dann Dreiviertel Strom im Gegensatz zum verwendeten PC.

Somit können Kosten langfristig gesenkt werden. Ich werde erst ein Jahr nach der nächsten Zählerablesung wissen, wie viel genau gespart wird.

Sport für die Forschung

Nachdem ich vor über vier Monaten für die Forschung in der Röhre war, geht es mit einer weiteren Studie an der Uniklinik Aachen als Proband weiter. Ich mache ein halbes Jahr Sport und danach ein halbes Jahr kein Sport. Es werden verschiedenste Daten gesammelt. Bei Schizophrenie sind oft die kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt und die Studie möchte klären, ob mit Sport etwas dagegen gemacht werden kann, also bei Leuten wie mir, die kaum Sport sonst machen. Es wurden vorab Untersuchungen gemacht, ob ich geeignet bin und den Vorherzustand zu ermitteln. Es wurde nochmal für 20 bis 25 Minuten MRT Aufnahmen gemacht, die vier Monate alten Aufnahmen aus Jülich sollten nicht mehr verwendet werden. Damit war ich bei den beiden Studien innerhalb von Monaten insgesamt über 100 Minuten in der Röhre. Ein Gentest wurde auch gemacht. Für die mentalen Gehirnuntersuchungen werden viele kleinere und vier große Untersuchungen gemacht. Das Training findet dreimal die Woche vor Ort in der Klinik unter Beobachtung statt. Es gibt zwei Gruppen, einmal Bewegungs, Dehn und Balancier Übungen, die zweite Radfahren. Ich bin in die erste Gruppe gelost worden, die abwechslungsreich und nicht langweilig ist. Nach fast drei Wochen macht mir diese Art von Sport Freude. Nicht zu vergleichen mit den schreienden Drill Instructoren aus dem Schulsport früher.

Investment für die nächsten achtzig Jahre bis zum Ende 21. Jahrhunderts

Der Planet verändert sich sehr schnell sehr heftig. Statt der apokalyptischen Annahme des Untergangs und der falschen Annahme, mit Mitteln aus der steinzeitlichen Lebensweise den guten alten Zustand von Vorher zu bekommen, die Idee, es geht weiter, aber sehr anders, als mit den Zivilisationen zuvor.

Elektromobilität wird nur das Spielzeug der Besitzenden sein als Drittwagen in der zweiten Garage, für eine lange Zeit. Es muss davon auszugehen sein, dass Kohle, Öl und Gas zur Gänze verheizt werden wird. Schon jetzt ist die Erderwärmung ein immer schneller werdender Selbstläufer. Es muss mit einem sechzig Meter höheren Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts gerechnet werden. Architektur und Infrastruktur müssen ganz anders geplant und gebaut werden. Agrarindustrie wird in Hallen stattfinden. Der Anfang des Kapitalismus ist in Bodenbesitz begründet. Und Grund und Boden werden extreme Veränderungen erleben. Küstengebiete saufen komplett ab, ein bis dato ungenutzter Kontinent wird eisfrei.

Wie auch immer Menschen miteinander bis dahin umgehen werden, ich weiß um die düstere Variante, so wage ich eine naive Idee des Gelingen zum Ort, wo ich heute lebe. Abgesehen von schwimmenden Städten ist hier den Leuten nicht bewusst, dass Hamburg, Berlin absaufen werden, Köln wird im Morast stecken, die Kölner Bucht wird eine Riesenbucht am Atlantik sein, östlich wird Essen ein Küstenstadt sein, westlich Aachen.

Die Lokalpolitik in und um Düren ist sich noch überhaupt nicht bewusst, was hier passieren wird und welches Potenzial im Kreis steckt. Es wird diskutiert, wie das Braunkohlerevier renaturalisiert und für den Tourismus nutzbar gemacht werden kann, ob der Tagebau Hambach und Inden jeweils Seen werden sollen. Bis zum Ende diesen Jahrhunderts wird diese Diskussion sehr unnötig gewesen sein, der Nordkreis wird Atlantik in der exrheinischen Kölner Bucht sein. Düren wird Küstenstadt sein, eine Multimillionenstadt, wenn ein viertel von Deutschland überschwemmt sein wird, drei deutsche Millionenstädte nicht mehr existieren oder schwimmen müssen und das Nachbarland Niederlande noch ein paar Hügel bei Aachen ausmacht.

Düren hat Potenzial, der Tagebau Hambach und/oder Inden könnte der größte Tiefseehafen des 22. Jahrhunderts werden. Tiefseehafen Niederzier oder Langerwehe, wer weiß das jetzt schon? Ab dem Ruhrgebiet und der Eifel südwärts wird Grundbesitz unbezahlbar, ein Riesenteil vom Rheinland wird unter Wasser stehen.

Und wer meint, ich spinne mit dieser Idee, dachte das auch schon 1998, als ich von einer Autobahnbrücke über den Braunkohletagebau nachdachte.