Experiment mit dem Makroobjektiv

Ich habe nochmal die Kamera rausgekramt und ein wenig experimentiert. Ich nehme mir Jahr für Jahr vor, das Fotografieren zu üben. Irgendwie prokastriniere ich das immer.

Vor wenigen Jahren hatte ich bei sehr guten Sonnenlicht dieses Insekt fotografiert.

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Und etwas bearbeitet:

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Ich benutze eine Canon EOS 400D und ein 90 mm Makroobjektiv.
Bei dem Insektenbild war es hell genug, um mit einer Belichtungszeit von 1/4000 Sekunde arbeiten zu können. Da der scharfe Bereich nur bei wenigen Millimetern lag, war das sich schnell bewegende Objekt ein Herrausforderung. Es reichten für dieses Bild 20 bis 30 Aufnahmen.

Heute habe ich bei bewölkten Himmel die circa 2 cm große Blüte von einer Venus-Fliegenfalle fotografiert. Zur besseren Nachbearbeitung habe ich im RAW Format gespeichert. Mit Belichtungszeit und Blende muss ich noch viel üben. Nach zwanzig versuchten Aufnahmen dann dieses Resultat nach Nachbearbeitung mit Gimp.

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Dafür, dass ich so schlechte Augen habe und sehr selten mir Zeit nehme, das Fotografieren zu üben, ist das Ergebnis vielleicht gar nicht so schlecht, auch Dank guter Technik.

Oben dieser Seite ist mein Flickr Account verknüpft. Wenn weiter Aufnahmen entstehen, die öffentlich relevant sein könnten, werden sie dort gezeigt.

Die Vorhaben für 2016

Das Jahr 2016 ist noch keine 3 Wochen alt, da passieren schon die ersten Dinge. Ich hatte zum Jahreswechsel die Webseite neu gestaltet. Die neue Webpräsenz stellt die neue Situation dar. Daher habe ich auch die Umgestaltung in ein WordPress vorgenommen. Wie die politische Großwetterlage sich entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Ich habe darauf relativ wenig Einfluss. Manche Leute gehen von den schlimmsten Dingen aus, die wieder auftreten können. Andere meinen, dass das gewöhnliche Wellensvorgänge sind, Zyklen halt. Ich selber schaue auf mein eigenes Leben und gucke, wie ich da Veränderungen oder Verbesserungen hinbekommen kann. Seit längerer Zeit bin ich mit der Arbeit in der Behindertenwerkstatt unzufrieden. Es war eigentlich schon von Anfang an klar, als ich vor siebeneinhalb Jahren dort anfing, dass keine geeignete Arbeit für mich da ist. Behindertenwerkstätten sind in der Regel nicht darauf ausgerichtet, Menschen mit sage ich mal “akademischen Hintergrund” geeignete Arbeit anzubieten. Nach wie vor ist es so, dass ich immer noch sehr oft müde bin und manchmal bis zu 12 Stunden am Tag schlafe. Ich hatte vor einiger Zeit schon die Arbeitszeit um die Hälfte auf vier Stunden am Tag reduziert. Die Begründung dafür gab ich damit an, dass sich auch noch ehrenamtliche Tätigkeiten verrichte und dafür auch Lebenszeit brauche. Ich argumentierte zudem auch, dass das Ehrenamt auch eine Form von Inklusion in der Gesellschaft ist. Die letzte Zeit wurde ich aber zunehmend unruhiger, nervöser, aggressiv bei der einfachen Tätigkeit dort. Zudem ist es auch noch so, dass ich keine Menschen dort habe, mit denen ich mich über Themen austauschen kann, die mich interessieren. Ich habe jetzt viele Jahre im wesentlichen vier Themen am Arbeitsplatz immer wieder in einer Dauerschleife gehört. Das wären zu einem Krankheiten Fußball Haustiere und Dinge, die im Fernsehen laufen, zum Beispiel besorgte Burger. Ich habe ausgerechnet, bei vier Stunden Arbeit macht das bis zur Altersrente, oder besser gesagt, die Rente die man nach 20 Jahren Behindertenwerkstatt bekommt, zweieinhalb Lebensjahre aus. Bei acht Stunden am Tag sind das dann sogar fünf Lebensjahre. Ich habe für mich jetzt die Tage eine Entscheidung getroffen. Das ging dann sehr schnell. Ich merkte wie ich aggressiv wurde innerlich, konnte jedoch in Ruhe Bescheid geben, dass ich den sozialen Dienst aufsuchen konnte und machte dann die Mitteilung, dass ich aufhören werde in der Behindertenwerkstatt zu arbeiten. Das einzig Argument über viele Jahre, warum ich in der Werkstatt überhaupt gearbeitet habe, war, dass ein Pseudobrutto von 2150 Euro in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Doch angesichts der Erkenntnis, dass allein die Arbeitszeit mindestens zweieinhalb Lebensjahre ausmacht, löste bei mir die Entscheidung aus, lieber etwas mehr Lebenszeit zu haben und keine Tätigkeit zu machen die mich nervös, unruhig und aggressiv macht. Ich habe jetzt die Tage auch nochmals die Beipackzettel von meinen Psychopharmaka durchgelesen, die ich täglich einnehme. Ich habe in den letzten 15 Jahren ca. 15.000 Tabletten eingenommen. Ich mache mir nichts vor, es sieht so aus, dass im Moment zwar die Psyche sehr gut im Griff damit zu bekommen ist, aber letzten Endes die Abnutzung am Körper mit diesen Substanzen so stark ist, als würde ich dreckige Drogen nehmen. Es geht mir jetzt gut, darum möchte ich auch jetzt leben und das Leben genießen können. Ich gehe davon aus, dass ich relativ früh mit schweren körperlichen Schäden rechnen muss, wenn ich noch weitere Jahrzehnte die Medikamente einnehme. Daher auch da die Erkenntnis, dass ich möglicherweise von der Altersrente gar nicht mehr so viel haben werde. Zum finanziellen. Ich bekomme Erwerbsunfähigkeitsrente und Grundsicherung. In der Behindertenwerkstatt kann ich dazu verdienen oder habe ich dazu verdient. Dort habe ich 100 Euro dazu verdient, der Lohn war zwar etwas höher, aber durch die Grundsicherung wurde das bei 100 Euro gedeckelt. Zusätzlich wurde auch noch das Essen, dass es dort in der Kantine täglich gab, mit ca. 30 Euro angerechnet. Fahrgeld gab es auch noch dazu. Mit den Renteneinzahlungen fällt das dann erst mal alles weg. Meine Pläne beruflicher Hinsicht sehen aber anders aus. Ich habe überlegt, wie ich die Zuverdienstmöglichkeiten, die ich zur EU-Rente und zur Grundsicherung habe, anderweitig aufbringen kann. Meine Überlegung ist, freiberuflich etwas dazu zu verdienen. Aus medizinischer Sicht ist die Vollzeitarbeit in einem Beschäftigungsverhältnis für mich ungeeignet. Aus medizinischer Sicht sind bei mir die Pausen sehr wichtig, ich brauche Rückzugsmöglichkeiten und muss mich jederzeit auch mal rausnehmen können. Diese Eigenschaft macht es unmöglich, auf den regulären Arbeitsmarkt so zu arbeiten. Freiberuflich hingegen ist aus medizinischer Sicht weniger problematisch so zu arbeiten, sofern ich ein paar Dinge einhalte. Ein Gewerbe ist für mich auch ebenfalls ungeeignet. Gewerbe bedeutet spätestens nach 2 Jahren richtig davon zu leben und letzten Endes ist das noch mehr Stress, als Erwerbsarbeit. Zur EU-Rente darf ich 450 Euro dazu verdienen. Durch die Grundsicherung kann ich erst mal 100 Euro zu verdienen. Alles was darüber geht wird dann erst mal von der Grundsicherung angerechnet und ab ungefähr 400 Euro wäre ich aus der Grundsicherung raus, bei 450 Euro Zuverdienstmöglichkeit hätte ich somit etwa 50 Euro mehr, als ich jetzt durch die Tätigkeit der Behindertenwerkstatt auch dazu verdiene. Der Vorteil der freiberuflichen Tätigkeit liegt darin, dass ich mir aussuchen kann, für wen ich arbeite. Ich habe konkrete Vorstellungen. Das wäre möglich: Leuten bei PC Problemen helfen, Videostreaming oder Aufzeichnung anbieten und vielleicht einen kleinen Shop, wo ich ein paar selbst gemalte Bilder zum Verkauf anbiete. Aufgrund meiner Behinderung und der EU-Rente ist die Arbeitszeit auf 15 Wochenstunden begrenzt, das beinhaltet jedoch auch die ehrenamtliche Arbeit. Dies bedeutet, dass ich noch mal 5 Stunden mehr Zeit pro Woche hätte, als in der Werkstatt, wo ich 20 Wochenstunden arbeite. Ich habe mich noch nie angeboten und bin neugierig darauf, ob mein Angebot angenommen wird und ich Kundschaft finden kann. Was freiberuflich eher weniger geht, sind Dienstleistungen, wie zum Beispiel Webseiten speichern also hosten und alles was regelmäßige Kosten verursacht, das wäre dann wieder Gewerbe. Für mich ist das eine neue Vorgehensweise, Geld dazu zu verdienen und ich bin zuversichtlich diesen neuen Weg zu gehen. Für die Bilder, die ich anbieten möchte, werde ich demnächst einen kleinen Onlineshop auf meiner Webseite einbauen.

Zu den Vorhaben 2016 gehören auch noch weitere Dinge. Vor über einem Jahr war Freifunk in den Startlöchern, dort sind mittlerweile genug Leute aktiv dabei. Freifunk ist ein Selbstläufer geworden. Dieses Jahr könnte der erste Hackspace im Kreis Düren eröffnet werden. Hackspaces sind sehr schöne Orte, es gibt verschiedene mit verschiedenen Größen, wir hätten ein sehr sehr kleinen Hackspace. Das ist dann ein Ort wo Vorträge gehalten werden, wo gelötet und gebastelt wird, programmiert wird, sich ausgetauscht wird, Leute kennengelernt wird und mit technisch interessierten Leuten, die das Hacken betreiben wollen, Zeit zusammen verbracht wird. Falls wir den Raum, den wir diese Woche angeguckt haben nehmen, wird dann noch weiter darüber berichtet, das es sowas dann auch endlich im Kreis Düren gibt. Ich persönlich möchte dort, wenn dann ein geeigneter Platz dort ist, das Löten üben. Ich habe beim 32c3 einen Bausatz gekauft, welcher eine grosse Herrausforderung wird. Manche halten mich für verrückt, ich sehe es als Herrausforderung, den zittrigen Körper zu bezwingen. Da ich vor 14 Jahren ein Erlebnis hatte, welches mit meiner Erkrankung, dem Zittern und etwas mit Hardware zu tun hatte, möchte ich zu dem Löten das Vorhaben auf Video aufzeichen und etwas erzählen. Das Video wird verfügbar gemacht, aber ich weiß ganz und gar nicht, wie der Verlauf sein wird.

Weiterhin habe ich noch vor, etwas mehr zu schreiben und auf meiner Webseite zu veröffentlichen. Es gibt noch die Überlegung, ein Buch zu schreiben. Ich lebe seit 16 Jahren mit der Diagnose Schizophrenie und paranoide Psychose. Seit 2002 hat sich mein Zustand stetig verbessert. Nach wie vor bin ich ehrenamtlich neben dem Freifunk auch noch beim Psychoseminar in Düren aktiv und habe dort die Möglichkeit, Menschen Mut zu machen, dass Genesung auch bei Psychose möglich ist. Ab und zu möchten die Menschen genaueres wissen, was alles genau passiert ist und wie der Weg verlaufen ist. Es gibt keinen Königsweg zur Genesung einer Psychose, trotzdem haben die Menschen ein Bedürfnis, Lebensgeschichten zu erfahren, um selber einschätzen zu können, wie sie selber ihren Weg beschreiten können. Das Psychoseminar hat zeitlich aber nicht den Raum, dass ich dort meine Lebensgeschichte erzählen kann. Daher sehe ich in einem Buch die Möglichkeit, da genaueres aufzuschreiben.

Das sind dann schon relativ viele Vorhaben für 2016. Was davon dann wann umgesetzt wird, wird die nahe Zukunft bald zeigen. Vor vielen Jahren war ich auch noch depressiv. Depression ist eine sehr furchtbare Krankheit, sie blockiert. Ich bin sehr froh, seit Jahren sehr wenig mit Depression noch zu tun gehabt zu haben und daher die Ideen und Vorhaben habe und auch den Antrieb habe Dinge voranzubringen. Da ich aber nicht zu verlieren habe, brauche ich auch gar nichts machen. Das wäre zwar langweilig, aber ich werde von keinem gedrängt, etwas zu machen. Die Vorhaben sind freiwillig und daher habe ich mir jetzt erst mal noch keinen festen Zeitpunkt gesetzt, wann was wie sein soll. Auf jeden Fall werden hier auf der Seite die aktuellen Dinge immer wieder berichtet. Ich freue mich, wenn ihr meine Vorhaben begleitet und dazu Feedback abgibt. Vielen Dank.

Neuerungen im Leben, neue Webseite

Das Leben zieht weiter, für 2016 habe ich neue Ideen, das Leben zu gestalten. Dazu gestalte ich meine private Webseite neu. Vor wenigen Jahren hatte ich die Domain schmidt-matthias.de von vegms.de getrennt, die eine Seite sollte ein schönes, allgemein taugliches Profil abgeben, die andere die psychotische Seite in mir darstellen. Da ich Genesung erfahre, Pläne für das Leben habe, berichten möchte, wie vom Wahn ein Weg zu einem neuen und anderen Lebensstil gegangen werden kann, gehören alle Seiten meiner Persönlichkeit zusammen. Daher sind auf diesen Seiten hier die alten Inhalte komplett vorhanden und Richtung neueren Texten möchte ich Euch teilhaben lassen an meiner Entwicklung. Leider sind die Texte, Bilder und Videos immer nur ein kleines Fenster in meine Gedankenwelt, ich möchte aber Zugang gewähren. Willkommen in meinem Kopf.